Technik gegen Kilmawandel
Themengebiet(e): Unterricht - aktuell 1 Kommentar »Neuesten Berichten zufolge, kann sich die Welttemperatur im Extremfall von heute 15 Grad Celsius Durchschnittstemperatur auf über 20 Grad Celsius im Jahr 2100 erhöhen. Das ausbalancierte Klima der Erde würde ins Chaos stürzen. Stürme, Trockenheiten und steigende Meeresspiegel wären die Folge.
Um die anthropogenen Einflüsse auf den Klimawandel zu verringern, bedarf es der Verminderung von Treibhausgasen, wie sie beispielsweise von Kohlekraftwerken ausgestoßen werden. Unter diese Treibhausgase fallen unter anderen das Kohlendioxid oder Methan. Wenn man diese Gase verhindern will, würde das einen Stopp für Autos, Flugzeuge und Schiffe bedeuten. Auch die Viehzucht und der Reisanbau, die für den Methanaustoß verantwortlich sind müssten ringestellt werden. Was ein eher unrealistisches Szenario darstellt.
Alle Experten sind sich jedoch einig, dass wir nur drei Möglichkeiten haben mit dem Klimawandel umzugehen. Weitermachen wie bisher, eine radikale Reduktion der Treibhausgase - oder wir schaffen für viel Geld eine neue technische Lösung.
Ich möchte nun zwei Pläne, die sich mit diesem Thema befassen kurz vorstellen.
1. Schwefelgas - Wolken:
Riesige Schwefelgas - Wolken sollen einen Teil des Lichts schlucken und so die Erde wieder abkühlen. Wenn Schwefelwasserstoff mit Sauerstoff aus der Luft in Kontakt Kommt, entstehen in einer chemischen Reaktion Wasser und Schwefeldioxid. Dies ist zwar giftig aber auch besonders stabil und hält sich so lange in der Atmosphäre. Die Schwefeldioxidmoleküle verklumpen miteinander und bilden so winzige Partikel. Es entsteht eine Art Staubwolke. Sie reflektiert einen Teil des Sonnenlichts ins All zurück, ein anderer Teil wird von der Wolke verschluckt. die Kosten eines solchen Projekts würden sich mit jährlich 25 bis 50 Milliarden Dollar noch im erträglichen Rahmen bewegen.
2. Sonnenschirm für die Erde
Der US - Astronom Roger Angel schlägt vor, einen 20 Millionen Tonnen schweren Sonnenschirm im All aufzuspannen. 20 Millionen Transportsatelliten sollen mit jeweils 800000 Filterschirmen an Bord ins All gebracht werden. Die Filterschirme sollen dann mit einem Ionenantrieb selbstständig an ihren Einsatzort reisen. 1.5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt sollen sie in Position gebracht werden (Anziehungskraft Erde = Anziehungskraft Sonne). Die hauchdünnen Filter werden vom Licht zwar durchstrahlt, es wird aber in alle Richtungen abgelenkt. Ein Tausende Kilometer großer Schirm soll damit bewirken, dass nur noch zehn Prozent des Sonnenlichts die Erde erreichen und diese sich so nicht weiter aufheizt. Die Kosten des Projekts werden jedoch auf mehrere Billionen Dollar veranschlagt.
Im Vergleich zu den 5.5 Billionen Dollar die der Kilmawandel allein in den nächsten Jahrzehnten weltweit vernichten soll, scheint diese Zahl doch weniger aberwitzig. Klar ist jedoch, dass beim Thema Klimaschutz alle Länder an einem Srang ziehen müssen und, dass besser Heute als morgen gehandlet werden muss.
Quelle: Welt der Wunder 03/07
Veröffentlicht von Sebastian

