Themenbereiche für die Klausur

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Folgende Themenbereich sind relevant für die Klausur am 05.07.2006:

  • Der arktischer Norden - die letzte Frontier
  • USA: Agrarräume und ihr Wandel (ohne Kanada); also u. a.: Belt-Konzept, “fewer but larger”, Wasserverknappung und Bewässerungstechniken (auch in Kalifornien)
  • Ukraine: vom Herzstück der SU zum Nahrungsmittelimporteur (+ Landwirtschaft der SU in Grundzügen)
  • Der industrielle Kernraum der USA (manufacturing belt)
  • Zukunftsmodell “Silicon Valley”?
  • Transformationsprozesse der Industrie in Russland
  • Kanada - Öldorado der Zukunft?

Nicht:

  • Das “Dust-Bowl-Syndrom”
  • Marktwirtschaft in Russland
  • Ostsee-Pipeline

Viel Erfolg beim Lernen!

Veröffentlicht von Gobelix

Europa hängt an der Pipeline

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Die Pipeline ist nötig um den zusätzlichen Gasbedarf Europas zu decken, betonen die beteiligten Unternehmen Gazprom,Eon und BASF. Sie erhöht die Abhangigkeit von Russland, halten Kritiker dagegen.

Die Ostseepipeline wird über 1200 Kilometer verlegt und in der Nähe von Greifswald enden. Von dort aus kann das Gas nach Süden und Westen bis nach Großbritannien transportiert werden. Zunächst ist ein Strang geplant, der ab 2010 rund 27,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas transportieren soll; vermutlich wird später ein zweiter Strang mit gleicher Kapazität gebaut. Die Partner würden mehr als vier Milliarden Euro investieren.

Nach Zahlen der International Energy Agency (IEA) wird die Nachfrage in Europa nach Gas im Zeitraum von 2003 bis 2030 im Durchschnitt um 1,5 Prozent pro Jahr steigen, von 520 auf 778 Milliarden Kubikmeter.

Für den russischen Gaskonzern Gazprom hat die direkte Verbindung nach Europa vor allem strategische Bedeutung. Bislang laufen die Leitungen durch Transistaaten wie Polen und die Ukraine, die sich den Transport bezahlen lassen. Mit der neuen Pipeline kann Gazprom die Bedingungen diktieren und zudem Abzweige nach Skandinavien bauen.

Europa muss sich also eine strategische Frage stellen: Wie abhängig wollen sich die Staaten vom russischen Erdgas machen? Für Deutschland etwa ist Russland schon heute mit 35 Prozent der wichtigste Lieferant, Tendenz steigend. Der Importbedarf Europas wird weiter steigen, weil die eigenen Reserven zur Neige gehen. Man benötige also keine neue Pipeline nach Russland, man benötige neue Bezugsquellen, allerdings gibt es bisland keine realistischen Alternativen und so steht der Ostseepipeline wahrscheinlich nichts mehr im Weg.

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Quellen:

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/oel/bimboes.html

Veröffentlicht von Xandi

Kanadas Aufstieg über Nacht - Ölsand

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Fort McMurray - im Norden der Provinz Alberta liegt das größte Ölsandgebiet Kanadas Athabasca Oil Sands, dessen Größe mit Florida vergleichbar ist. Kanada verfügt über eine Reserve von ungefähr 24 Milliarden Tonnen gewinnbarem Öl, was ungefähr einem Viertel der globalen Ölsandvorkommen entspricht. Übertroffen wird diese enorme Kapazität nur noch von Saudi-Arabien. Für das Land bedeutet dies den Aufstieg zum Öldorado.

Die schon lange bekannten Reserven sind aber erst jetzt durch die hohen Weltmarktpreise für Rohöl und aufgrund von sehr viel fortschrittlicheren Förderungstechnologien rentabel und konkurrenzfähig geworden („50 Prozent billiger als vor 20 Jahren“), weshalb man auch das Ziel verfolgt die Produktion bis 2015 auf 2,6-3 Millionen Barrel pro Tag zu steigern. Damit wird Kanada zum schnellst wachsendsten Ölproduzent der kommenden Jahre. Noch zu Beginn der Erschließung vor ca. 20 Jahren betrugen die Kosten zur Förderung 17,5 US-Dollar pro Barrel, die aber mittlerweile schon auf weniger als 8 Dollar gesunken sind, das kommt größtenteils daher, dass das Ölsand nicht mehr nur im Tagebau, sondern auch durch Dampf-Injektion unterhalb der Erdoberfläche abgebaut wird.
kandischer Ölsand

Das Gebiet im Nordwesten Kanadas hat sich mittlerweile zur größten Investitions-Ansiedelung weltweit entwickelt, da kanadische und ausländische Ölkonzerne fast 60 Milliarden Euro in die Ölsandförderung investiert haben.
Kanada hat bereits Saudi-Arabien als größten Öl-Lieferanten für die USA abgelöst und verdient bei einem Preis von durchschnittlich 60 US-Dollar pro Barrel Öl mehr als 200 Mrd. Dollar allein durch den Rohstoffexport.

Durch diese Entwicklung kommt es auch in der kanadischen Wirtschaft v.a. in der Provinz Alberta zu einem einzigartigen Aufschwung:

  • bislang wurden bereits ca. 30.000 Arbeitsplätze geschaffen und es sollen noch weiter 100.000 folgen (niedrigste Arbeitslosenquote seit 1976)
  • durch die vielen Investitionen größer Ölkonzerne ist Alberta fast schuldenfrei
  • 2004 wurde ein Überschuss von 2,7 Milliarden Euro verzeichnet, was der Staat nun für Erziehung, Bildung und Gesundheit verwendet
  • die Einkommenssituation für die Bevölkerung hat sich erheblich verbessert und das Bruttoinlandsprodukt ist von 2,6% auf 3,3% gestiegen
  • die wirtschaftliche und politische Bedeutung Kanadas wird ebenfalls zunehmen

Es ist weiterhin zu erwarten, dass das Wirtschaftswachstum von ca. zwei Prozent jährlich anhalten wird.

Dies alles hat dazu beigetragen, dass Kanada das einzigste Land unter den führenden Industrienationen ist, dass sowohl im Handel als auch im Staatshaushalt Überschüsse aufweisen kann. Gleichzeitig ist diese Tatsache mit einem Rekord-Konsum in der Bevölkerung verbunden, man spricht auch von Fort McMoney.
Gleichzeitig ist die überdurchschnittlich hohe Firmenansiedelung ein Anzeichen dafür: Kanada und v.a. Alberta wird für ausländische Firmen immer attraktiver. Gründe dafür sind die niedrigen Steuern und Krankenhausbeiträge sowie die Zuschüsse, die die Unternehmen bei einer Ansiedelung von den lokalen Regierungen erhalten. Auch die Tatsache, dass sich mit kanadischen Industriearbeitern jährlich, pro Beschäftigten, im Vergleich zur USA ungefähr 3000 Dollar einsparen lassen wirkt sehr anziehend.

Quellen:
http://www.welt.de/data/2005/07/22/749053.html

http://www.mercur.org/?p=87&l=0

Veröffentlicht von Verena

Industrieunternehmen in Russland

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Angelehnt an Tobis’ Referat über die Marktwirtschaft in Russland und den strukturellen Wandel in diesem Land, möchte ich in diesem Artikel noch genauer auf die Oranisationsformen ehemaliger sowjetischer Industrie eingehen.

In Anbetracht dieses Themas muss man es in zwei Formen unterteilen: Kombinate und die sogenannten TPK (Territoriale Produktionskomplexe):

Kombinate

… waren horizontal und vertikal integrierte Konzerne in der SU und anderen Staaten mit Zentralverwaltungswirtschaft.

… waren zwar räumlich getrennte, aber organisatorisch verbundene Industriebetriebe, die sich gegenseitig ergänzten.

… wurden meist vom größten Betrieb im Verbund geleitet. Außerdem dienten Kombinate zu einer Verstärkung der Rationalisierung. In einem solchen Bundwaren Produktion, Forschung, Entwicklung und Absatz eines Produkts zusammengeschlossen.

… waren, wie bei einem Prototyp in der SU, zum Beispiel durch die Eisenbahn verknüpfte Kohleabbau- und Erzabbaubetriebe, wodurch an beiden Standorten dann Hüttenwerke errichtet werden konnten.

… tauschten somit die jeweils am anderen Standort und am eigenen vorhandenen Waren/Rohstoffe aus (Kohle aus Kusnezk mit Eisenerz aus dem Südural).

… wurden später auf eine größere Zahl von Betrieben und Standorten ausgeweitet.

Territorialer Produktionskomplex (TPK)

Seit den 60er Jahren ist man anstatt von Kombinaten mit verhältnismäßig wenig Betrieben zu umfassenderen Einheiten übergegangen und hat die sog. TPK erschaffen, u.a. auch als staatl. Planungskonzept um klar umgrenzte Räume zu erschließen.

Benötigte Eigenschaften für die Errichtung eines TPK:

  • Ausreichende Engergievorräte.
  • Bodenschätze, welche abbauwürdig sind.
  • Ansiedelung von Arbeitskräften, welche aus der Umgebung ernährt werden. Dafür wurden ganze Städte in Plattenbauweise errichtet, welche dann junge Leute aus der ganzen SU beherrbergte.
  • Erschlossener bzw. gut zu erschließender Raum in Hinsicht von Infrastruktur
  • Untersuchungen zur Eigung und Planung des Raums mit dem Augenmerk nicht nur auf die industrielle Zukunft wie bei den Kombinaten, sondern auch auf die Infrastruktur und Städtebau.
  • Das Ziel eines TPK war es, neben dem industriellen Gesichtspunkt zur Produktion von Waren/Konsumgütern, auch ein Gebiet entweder neu zu erschließen, es zu modernisieren oder einen unterentwickelten Raum zu fördern.

Von den in der SU 21 ansässigen TPKs hatte jeder seine eigene, spezielle Aufgabe in der Gesamtwirtschaft zu erledigen. Jene Industriekomplexe waren immer jeweils aufeinander angewiesen.

Quellen:

  • Internetpublikationen:
  1. http://de.wikipedia.org/wiki/TPK
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Kombinat
  • Dichtel, Hermann (2005): Geographie - Vorbereitung auf das Abitur Geographie, MANZ Verlag, 14. Auflage, Seite 131-133.

Veröffentlicht von Muf

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