Hausaufgabe bis morgen (01.06.2006)

Themengebiet(e): Unterricht - aktuell 2 Kommentare »

Informiert euch anhand der folgenden Web-Adresse über den Kohlebergbau im Kusnezk-Becken:

www.mirtrade.com

Das Modul ist auf Englisch - das sollte aber eigentlich kein größeres Problem darstellen… ;-)

(Übrigens: Vielleicht benötigt man auch ein sog. Flash-Plugin, damit die Seiten richtig angezeigt werden.
Das Plugin gibt es u. a. hier: http://plugindoc.mozdev.org/de-DE/windows.html)

Veröffentlicht von Gobelix

Die Suche nach dem “Gold”

Themengebiet(e): Unterricht - aktuell Kommentieren? »

Mit der Suche nach Pfeffer und Gold hatte die Kolonisierung der Welt begonnen, doch bald fanden sich mehr Güter, die in Europa mit Gewinn verkauft werden konnten.

Baumwolle - das “weiße Gold”

Schon seit mehreren tausend Jahren kleidet sich der Mensch mit Textilien aus Baumwolle. Baumwollkapseln und Stoffe aus der Zeit um 5800 v.Chr. wurden in Mexiko entdeckt. In Europa wurde Baumwolle schon von den Arabern und Sarazenen um 1000 n.Chr. verbreitet, doch sie spielte lange neben Leinen und Wolle eine unbedeutende Rolle.Im 17. bis 18. Jahrhundert begann dieser Kulturbau in Nordamerikas sogenannten alten Baumwollstaaten: Florida, Carolina, Louisiana und Georgia. Anfangs mussten die Fasern per Hand vom Samen getrennt werden, auf diese Weise erntete ein Arbeiter am Tag max. 600 g entkörnte Baumwollfasern. Der Aufschwung wurde erst mit der Erfindung der Spinnmaschine (Spinning Jennny 1764), des mechanischen Webstuhls (1785) und der Entkörnungsmaschine (Cotton Grin 1792) eingeleitet. Jedoch bestand das Problem darin, dass die Maschine nicht zwischen guter und weniger guter Baumwolle unterscheiden konnte, obwohl sie billiger und mehr als Menschenhände (Leistung wie 1000 Arbeiter) produzierte. Aufgrund dieser Tatsache erhielt das Handpflücken, durch welches nur die reifen weissen Faserbüschel geerntet wurden, einen Qualitätsvorsprung.

Baumwolle trug auch einen Teil zur Industrialisierung Europas bei. Im Gegensatz zu Gewürzen, die in den europäischen Ländern zu Monopolpreisen verkauft wurden, hatte die Produktion von Baumwolle den Zweck der Lieferung von billigem Rohstoff für die Textilindustrie. Mit einem Anteil von 80 % beherrschte Baumwolle um 1900 den Weltmarkt ; es lag eine Produktion von nahezu 4 Millionen Tonnen vor. Der heutige Anteil, mit einer Produktion von 14 bis 15 Millionen Tonnen, liegt bei ca. 50 %.

Sklaven - das “schwarze Gold”

Mit der Entdeckung der neuen Kontinente Amerika und Afrika entstand der berüchtige “Dreieckshandel”, der sich als sehr gewinnbringend erwies, weil bei ihm die Schiffe auf allen Routen voll ausgelastet waren. Aus Europa wurden Metallgegenstände (z.B. Flinten), Tuch und Alkohol nach Westafrika gebracht und dort gegen Sklaven getauscht. Diese wurden nach Amerika (Karibik) verfrachtet, von dort wiederum gingen Plantagenprodukte (z.B. Zucker, Rum, Baumwolle, Kaffee,Tabak,…) und Bodenschätze zurück nach Europa.

Ein kleines Beipiel: Barbados eine der Haupt-Zuckerinseln

1637: Gründung der ersten Zuckerplantage

1645: Arbeit von bereits 4.000 Negersklaven für 7.000 Weisse

1675: Arbeit von 32.000 Schwarzen für 21.000 Weisse

Selbstverständlich konnten so große Sklavenzahlen nur mit brutalster Gewalt niedergehalten werden. Aufstände wurden mit grausamsten Strafen geahndet. Um 1700 entsprach der Preis eines Sklaven dem Gegenwert von einer Tonne Zucker. Schon ab 1680 hatte sich der “Dreieckshandel” zwischen Europa, Afrika und der Karibik gut eingespielt - der Handel mit den Negersklaven wurde zum guten Geschäft. Die hohe Profitrate war auch darin begründet, dass viele Sklaven bei der Überfahrt ums Leben kamen - immerhin erreichten nur zwei von drei Schiffen ihren Zielort, jedes dritte ging damals aufgrund von Stürmen, Piraten oder kriegerischen Auseinandersetzungen verloren.


Quellen:

www.wirtschaft.bos-muenchen.de/hsweyhof/kapitel4.htm

www.consequent.org/consequent/materialkunde/baumwolle.htm

Ulrike Müller-Kaspar.1000 Jahre Europäische Geschichte. Das 17. Jahrhundert.Tosa Verlag. Wien. 2001

Veröffentlicht von Maria

Landwirtschaft Kanadas von Gentechnik überflutet

Themengebiet(e): Unterricht - aktuell Kommentieren? »

Am 1.Mai fand die UN-Menschenrechtskommission in Genf statt, wo ein kanadischer Landwirt vor den Gefahren der Gentechnik warnte. Der Fall Schmeiser macht deutlich, wie sehr die kanadischen Landwirte von der Gentechnik bedroht sind und deren Existenz auf dem Spiel steht.

Der Fall Schmeiser:

Percy Schmeiser ist ein Farmer aus der kanadischen Provinz Saskatchewan. Er betreibt seit Jahren den Rapsanbau und züchtet sogar selbst sein eigenes Saatgut. Da Schmeiser eine negative Einstellung gegenüber der Gentechnik besitzt, verweigert er jeglichen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen.

Im Jahre 1998 wurde Percy Schmeiser jedoch von dem Großkonzern Monsanto verklagt. Die Firma verkauft Genprodukte, unter anderem auch gentechnisch veränderten Raps. Da sogenannte „Gendetektive“ der Firma auf Schmeisers Feldern deren „Roundup-Ready Raps“ fanden, wurde Schmeiser von dem Gentech-Konzern Monsanto auf 400 000 CND $ verklagt.

Percy SchmeiserPercy Schmeiser

Der Landwirt wollte das Gericht davon überzeugen, dass er keineswegs Genprodukte anbaut, sondern dass die Pflanzen per Pollenflug auf seine Felder gelangen. Da Schmeisers Feld direkt in Straßennähe liegt, können Rapssamen leicht durch den offenen Transport auf den Straßen auf das Feld gelangen.

Eine europäische Studie zeigt, dass Percy Schmeiser Recht hat:

Besonders der Rapssamen wird per Pollenflug und Insektenbestäubung leicht auf andere Felder übertragen. Schmeiser ist nicht der einzige Landwirt, der sich wegen unfreiwilligen Pflanzenwachstums beklagt. Rund 1000 Biobauern gaben im Jahr 2002 an, dass auch sie auf ihren Feldern unbekannten Genraps vorfanden.

round up ready.jpg “Roundup-Ready Raps”

Kanada ist bekannt für seinen Getreideexport, doch auch andere Produkte wie Soja, Raps und Leinsamen werden verstärkt angebaut, wobei vor allem Raps und Soja gentechnisch verändert werden.

Kanada ist somit das beste Beispiel, dass es kaum noch möglich ist, biologisch genfreien Anbau zu betreiben, weil ein Nebeneinander von biologisch-konventionellem Anbau zunehmend problematischer wird und wilde Auskreuzungen hervorruft.

Kanadas Landwirtschaft ist somit geprägt von gentechnisch-veränderten Produkten, was viele Landwirte in den Ruin treibt. Im Jahre 2003 betrug der Anteil des genkontaminierten Roundup-Ready Raps 48%, Tendenz steigend. Durch die Gentechnik befassen sich Zukunftsaussichten damit, dass in einigen Jahren kaum noch Lebensmittel verkauft werden, die nicht gentechnisch verändert wurden.

Da Großkonzerne wie Monsanto von der kanadischen Regierung unterstützt werden und immer mehr an Bedeutung gewinnen, versuchen sie kleine Farmen mit leeren Versprechungen von der Gentechnik zu überzeugen. So benötigen Landwirte heutzutage bis zu neun mal mehr Herbizide, um sogenanntes „superweed“ zu bekämpfen, das durch Auskreuzungen entstanden und deshalb resistent gegen mehrere Herbizide ist. Die Erträge sind in keinster Weise gestiegen, noch dazu ist die Qualität der Pflanzen gesunken. Das hat natürlich zur Folge, dass kanadische Landwirte kaum noch Chancen auf dem Markt haben und deshalb ihre Höfe aufgeben müssen. Nicht ohne Grund werden immer mehr Kleinbetriebe aufgegeben und sämtliche landwirtschaftlichen Gebiete verwüsten. Bestes Beispiel des Verwüstungsprozess geben die Atlantikprovinzen.

Eine Lösung ist bis jetzt noch nicht gefunden. Auch eine „Umpolung“ ist kaum möglich, da ein Feld mit einmaligem Einsatz von Genprodukten nur schwer wieder zu reinigen ist, weil Gensamen aufgrund ihrer Herbizidresistenz kaum zu bekämpfen sind und sogar jahrelang im Boden existieren können.

gen.jpg

Percy Schmeiser warnt die europäische Landwirtschaft davor, sich nicht von diesen Gentech-Konzernen beeinflussen zu lassen und empfiehlt den europäischen Anbau vor Genprodukten zu schützen. Auch internationale Studien warnen vor den Risken von verändertem Samengut, nämlich dass es die Gesundheit der Menschen und auch die Umwelt beeinflussen würde. Zu große Sicherheitslücken und unerforschte Gefahren könnten zu unaufhaltbaren Schwierigkeiten führen. Außerdem gefährdet es die Existenz von vielen Kleinbauern, die aufgrund hohen Kosten und bedrohtem Bioanbau nicht mehr überleben können.

Quellen:

http://www.genfood.at/Argumente/Allgemeines/813/

http://www.gentechnikfreie-anbauregion-rt.de/aktuelles.html

http://derstandard.at/?url=/?id=2435651

Veröffentlicht von Tina

Geographie im TV vom 19. bis 26. Mai 2006

Themengebiet(e): Geo-TV Kommentieren? »

Freitag, 19.05.2006

18:05 Uhr - 19:00 Uhr - ARTE
WunderWelten: Der Aralsee - Ein Meer stirbt

Samstag, 20.05.2006

22:10 Uhr - 23:10 Uhr - Kabel1
Naturgewalt! Wenn die Erde bebt

Montag, 22.05.2006

19:00 Uhr - 19:45 Uhr - ARTE
Tore zur Welt (1/5): (1): Der Hafen von New York

Dienstag, 23.05.2006

19:00 Uhr - 19:45 Uhr - ARTE
Tore zur Welt (2/5): (2): Der Hamburger Hafen

Mittwoch, 24.05.2006

19:00 Uhr - 19:45 Uhr - ARTE
Tore zur Welt (3/5): (3): Der Hafen von Shanghai

20:15 Uhr - 21:00 Uhr - 3sat
Im Auge des Sturms: Die Macht des Hurrikans

Donnerstag, 25.05.2006

19:00 Uhr - 19:45 Uhr - ARTE
Tore zur Welt (4/5): (4): Der Hafen von Dubai

Watch out! 

Veröffentlicht von Gobelix

Angetrieben von WordPress | WP Theme & Icons by N.Design Studio
Beiträge RSS Kommentare RSS Anmelden