Tornados in Nordamerika

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Immer öfter hört man in den Nachrichten Berichte über Naturkatastrophen, die hauptsächlich aus dem Naturraum Nordamerika stammen. Dessen Ostküste wird meist von Erdbeben und Vulkanausbrüchen gefährdet, wohingegen die Great Plains von Tornados und Blizzards und die Golfküste von Hurricanes heimgesucht wird.

Ein voll ausgebildeter Tornado bei Union City (Oklahoma, USA) am 24. Mai 1973 (Rechte: National Severe Storms Laboratory (NSSL))

Tornados, gelegentlich auch Twisters genannt, sind schnell rotierende Luftwirbel, die über dem Festland entstehen und von der Unterseite einer Wolke (Cumuluswolke) bis zum Erdboden reichen. Sie treten vor allem in den Great Plains von Nordamerika auf und entstehen wenn sich große Gewitterwolken über einer Schicht aufgeheizter Luft bilden. Während die Kaltluft aus mehreren Kilometern Höhe herabstürzt, schraubt sich außenrum eine Warmluft-Säule immer schneller nach oben. So entsteht ein Rüssel mit atemberaubenden Windgeschwindigkeiten von über 400 km/h, der dann über das Land hinwegzieht und alles im näheren Umkreis ansaugt und durch die Luft wirbelt. Dadurch dass Tornados eine Drehgeschindigkeit von 640 km/h erreichen können, können sie sogar Züge hochheben, als wären es Pappkartons. Im sogenannten “Auge”, dem inneren des Tornados herrscht absolute Windstille, allerdings kann es dort durch den extrem starken Luftdruckabfall zum explodieren einzelner Gebäude kommen. Nach etwa 20 bis 30 Minuten und einer im Durchschnitt 25 km zurückgelegten Strecke, hinterlässt ein Tornado eine zwischen 20 bis 1000 m breite Schneise.

 

In Nordamerika gibt es jedes Jahr etwa 640 Tornados, deren Wirkung am Boden, der Druckwelle einer Atombombe entspricht. Tornados wüten mehrmals im Jahr meist zwischen Mai bis Ende Juli mit Unterschiedlichem Ausmaß:

  • Der erste richtig schlimme Tornado brach am frühen Nachmittag des 7.Mai 1840 über Natchez, Mississippi, her, der über 300 Menschen das Leben kostete und mehr als 200 Menschen zum Teil schwer verletzte.
  • Am 18.April 1880 kommen in einer Reihe von 24 Tornados über Missouri mehr als 100 Menschen ums Leben und richtete einen Schaden von mehr als 2 Millionen Dollar an.
  • 1884 zogen mehr als 60 Tornados innerhalb von 24 Stunden über die Stadt Davisboro in Georgia hinweg, welche dadurch vollständig zerstört wurde. Dabei verloren über 800 Menschen ihr Leben.
  • 1896 wütete ein schwerer Tornado ca. 20 Minuten über Missouri. Über 2500 Menschen wurden verletzt und 306 Menschen ließen ihr Leben.
  • Am 18.März 1925 verwüstete der sogennante “Dreistaaten-Tornado” mit unglaublicher Geschwindigkeit Teile Missouris, Illinois und Insianas. Der “Rüssel” des Tornados bildete sich über der Stadt Annapolis, Missouri, und machte innerhalb weniger Minuten die Stadt dem Erdboden gleich. Insgesamt kam es zu einer Opferzahl von 689.
  • 1953 richtete ein Tornado in der Stadt Flint in Michigan einen Schaden von 19 Millionen Dollar an, forderte das Leben von 116 Menschen und verletzte mehr als 860 Menschen zum Teil schwer.
  • 1953 kamen 62 Menschen durch einen Tornado in Worcester, Massachusetts, ums Leben. Der Schaden lag bei mehr als 52 Millionen Dollar.
  • Am 11.April 1965 wüteten in Ohio 51 Tornados und tötete 256 Menschen. Ein Jugendlicher hatte Glück: Er wurde von dem Twister aus dem Bett gezogen, durch das Fenster mitgerissen und draußen auf der Straße ohne eine Schramme wieder abgesetzt!
  • Gleichzeitig richteten mehrere Tornados im Bundesstaat Indiana an einem Tag eine Schaden von 300 Millionen Dollar an und töteten mehr als 270 Menschen. Dort wurde ein 18 Monate altes Baby aus einem gerade einstürzenden Haus gerissen und 50 m weiter sanft wieder abgesetzt.
  • Am 03.08.1999 fegen 70 Tornados gleichzeitig über Texas, Oklahoma und Kansas. Am schlimmsten betroffen war Oklahoma City, mit 48 Toten und 1,2 Milliarden Dollar Schaden.

Mit Hilfe der “Fujita-Tornado-Skala”, die von Dr. Theodore Fujita, einem führenden Tornadoforscher entwickelt wurde, kann man alle Tornados aufgrund ihrer Windgeschwindigkeit und ihrer verursachten Schäden in 6 Klassen unterteilen:

Die Fujita-Tornado-Skala stuft Tornados in 6 Klassen:
  Wind Bezeichnung Schäden Häufigkeit
F0 unter 118km/h leicht starke Schäden an Gebäuden, zahlreich Bäume stürzen um 29%
F1 über 118km/h mäßig schwere Schäden an Gebäuden, Schneise durch Waldgebiete 40%
F2 über 180km/h stark verheerende Schäden an alle Bebauungen 24%
F3 über 253km/h verwüstend ganze Häuser werden zerstört 6%
F4 über 332km/h vernichtend Vernichtung ganzer Ortschaften, Schiffe werden Hunderte von Metern weit geworfen, akute Lebensgefahr für Mensch und Tier 2%
F5 über 418km/h katastrophal selbst tonnenschwere Flugzeuge und Schiffe werden Hunderte von Metern geworfen, akute Lebensgefahr für Mensch und Tier, Vernichtung fast aller Gebäude unter 1%

Flache Landschaft mit dunkel bewölktem Himmel aus dem ein Tornado zum Boden reicht (Union City, Oklahoma, USA, 24. Mai 1973) (Rechte: National Severe Storms Laboratory (NSSL))

Geeignete Frühwarnsysteme sind noch nicht ausgereift und da sie während eines Gewitters in wenigen Minuten entstehen und unberechenbare Haken schlagen, sind sie nur schwer vorhersagbar. Tornadoforscher wollen diesem Problem entgegenwirken und arbeiten mit einem so genannten Doppel-Radar, mit welchem die Windgeschwindigkeit, der Luftdruck gemessen werden und sogar beobachtet werden kann, wie sich der Luftstrudel im Inneren der Wolke entsteht. Auch die “storm chaser” (Sturmjäger), die fasziniert von den Gewittern und den Tornados diesen quer durchs Land auf Schritt und Tritt folgen, tragen viel zum Wissen über Tornados bei. Der einzige Schutz für die Bevölkerung sind Schutzräume im Keller oder außerhalb des Hauses unter der Erde.

Quellen:

http://www.unwetter.de/pages/nauft.php

http://www.fys-online.de/wissen/geo/naturkatastrophen.htm#natur

http://www.wetterspiegel.de/de/lexikon/6-62.html

http://www.wellermanns.de/Gerhard/Gesellschaftslehre/wirbelstuerme.htm#Tornados

http://www.schulen-riggisberg.ch/sek/pdf/ssa_hurrikan_tina.pdf

Veröffentlicht von Rebecca

Erdbeben in Nordamerika

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Anlässlich des 100. Jahrestags des großen Erdbebens von San Francisco wird dieses Thema immer aktueller. Am 18.April 1906 erschütterten 5 starke Erdstöße die Stadt. Diese erreichten eine Stärke von 7,8 bis 7,9 auf der Richterskala (nach oben hin offen). Die durch das beben verursachten Schäden waren verheerend. Gasleitungen brachen durch die Erschütterung, was großflächige Brände verursachte. Die genauen Opferzahlen sind schwer zu betiteln, aber Schätzungen sprechen von 3000 bis 4000 Toten in San Francisco und Umgebung (bei etwa 400.000 Einwohnern). der Schaden, der durch das beben verursacht wurde beläuft sich auf etwa 400 Millionen US-Dollar.

Allgemein können Erdbeben durch viele Einflüsse ausgelöst werden.

  • Zum einen können Vulkane eine Ursache darstellen. Wenn sich die Magmakammer eines Vulkans bewegt, oder Magma aufsteigt löst das ein beben aus. Diese Beben kündigen häufig einen bevostehenden Ausbruch an.
  • Ein anderer faktor ist der Mensch selbst. Beispielsweise im Bereich des Bergbaus. Wenn ein Stollen einstürzt, kann man das auch an der Oberflächedurch leichte Beben noch wahrnehmen. Oder die zündung einer Atombombe. Die Wucht der Explosion löst ebenso ein Beben aus. Seismologen zeichnen mit ihren Geräten bei jedem Atomtest eine Erschütterung auf.
  • Doch die wohl häufigsten Erdbeben sind die sogenannten tektonischen Beben, zu denen es hauptsächlich an den Grenzen der Platten der Erdkruste kommt. Diese Platten bewegen sich auseinander (Divergenzzonen), zueinander (Konvergenzränder) oder aneinander vorbei (Horizontalverschiebungen). Ursache für diese Plattenbewegung sind Konvektionsströme, bei denen heißes Material nach oben steigt und an einem anderen Ort kälteres Gestein nach unten sinkt. Die Bewegung dieser 14 großen Platten führt zu gewaltigen Spannungen, wenn sich die Platten verhaken oder verkanten.

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Wie Forscher inzwischen herausgefunden haben ist eine solche Horizontalverschiebung auch für das große Beben von 1906 verantwortlich.San francisco liegt demnach auf dem San-Andreas-Graben, der eine Verwerfungszone der pazifischen- und der nordamerikanischen Platte, die hier ineinander verkeilt sind. Die beiden Platten bewegen sich in verschiedene Richtungen, was im Graben starke Spannungen verursacht. Die Geschwindigkeit mit der sich die Platten bewegen, beträgt bis zu 3,8 cm pro Jahr. Bei dem Erdbeben am 18. April wurde schlagartig Energie freigesetzt, die sich zuvor jahrzehntelang aufgebaut hatte. Die dadurch entstandene Druckwelle bewegte sich mit bis zu 30.000 Stundenkilometern vom Epizentrum aus durch das Gestein. Man konnte sie im Landesinneren noch bis Nevada spüren.

Geologen beschäftigen sich jetzt anlässlich des 100. Jahrestags und aus Angst vor dem nächsten großen Beben (The “Big One”) wieder stärker mit dem Beben von 1906. Allerdings ist bis heute immernoch keine Vorhersage, oder gar eine Verhinderung von Erdbeben möglich. Das einzige, das getan werden kann, ist möglichst viele Daten vergangener Beben zu sammeln um damit Risikoabschätzungen für bestimmte Orte zu erstellen. Aufgrund einer solchen Einschätzung gehen einige Seismologen davon aus, dass San Francisco mit 62prozentiger Wahrscheinlichkeit bis 2026 von einem ähnlich starken Beben wie 1906 erschüttert wird. Eine warnung kann erst ausgegeben werden wenn die ersten schwächeren Vorbeben zu erkennen sind, was allenfalls ausreicht, um Kraftwerke und den U-Bahnbetrieb zu stoppen.

http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,,,,,,B4E3D36F620538FBE034080009B14B8F,,,,,,,,,,,,,,,.html http://www.welt.de/data/2006/04/18/875143.html http://leifi.physik.uni-muenchen.de/web_ph11/umwelt-technik/11_erdbeben/ursachen/ursachen.htm

Veröffentlicht von Lisi

Kommen alle Zeitungen an?

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Mittlerweile müsste jeder von euch (Ausnahme: Margit) ein Exemplar der Süddeutschen Zeitung jeden Morgen im Briefkasten (o. ä.) vorfinden.

Bitte gebt mir auf diesem Weg eine kurze Rückmeldung, ob das funktioniert oder nicht. Danke!

Veröffentlicht von Gobelix

Die Vegetation Nordamerikas

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Aufgrund der Größe Nordamerikas und seinen vielen Klimazonen sind folglich auch verschiedene Vegetationsformen vorzufinden. Das Pflanzenwachstum ist stark abhängig von Klima- und Bodenart.
Nicht zu vergessen ist auch der große Einfluss des Menschen, der die Natur und somit die natürliche Vegetation des Kontinents im Laufe der Jahrhunderte stark beeinflusste und somit auch veränderte.
Die Vegetationsformen :

  • Die arktischen Inseln und Grönland im Norden sind nahezu vegetationsfrei aufgrund der Eiswüsten und des polaren Klimas.
  • Das gesamte Gebiet nördlich des Polarkreises wird von Tundra eingenommen, es sind Flechten, Moose und Zwergsträucher vorzufinden.
  • Nach Süden beginnt die Waldtundra mit Nadelhölzern (Fichten, Tannen, Lärche etc.) und geht in den borealen Nadelwald über.
  • Im Westen treten aufgrund der Gebirge an der Luvseite hauptsächlich Nadelwälder auf. Kennzeichnend für diese üppigen Wälder sind die Mammutbäume (hauptsächlich im Bereich von Sierra Nevada). An der Leeseite dagegen herrschen Wüsten und Wüstensteppen vor. Die Chapparal (Hartlaubvegetation) in Kalifornien übersteht lange Trockenzeiten mithilfe ihrer lederartigen Blätter.
  • Im Osten sind hauptsächlich Mischwälder vorzufinden, wobei nördlich Laubwälder und südlich Kiefern-Arten dominieren.
  • Der Süden Nordamerikas ist geprägt von tropischen Vegetationsformen. Im Bereich der Küste Floridas, an der Küste vom Golf von Mexiko und an den Koralleninseln wachsen üppige Palmen gemischt mit immergrünen Laubwäldern. Doch an der Grenze zu Mexiko wird die Vegetation spärlicher und es treten nur mehr Wüsten mit Dornsträucher und vereinzelten Büschen auf, u.a. Kakteen, Agaven, Opuntien.
  • Im Landesinneren ist von den ehemaligen Graslandschaften nur noch wenig übrig. Kennzeichnend hierfür sind die berühmten Weizengürtel. Neben Grassteppen mit hohem Gras (tall grass) breiten sich nach Westen auch noch Wüstensteppen aus. Kennzeichnend für diese Wüstensteppen sind nur noch vereinzelte Bäume und kurzes Gras (short grass).

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Im Ganzen ist zu erkennen, dass Nordamerika eine Vielzahl an Vegetationen aufweist, die eine gute Grundlage für den primären Sektor darstellt. Die zahlreichen Nadelwälder liefern Nutzholz, aber auch das Landesinnere mit den Graslandschaften und den vielen Flüssen liefert gute Vorraussetzungen für den Weizenanbau.

Quellen:

http://www.amerika-live.de/Navigation/Nordnavi/untitled.htm

http://www.forst.tu-dresden.de/Fgarten/Deutsch/Projekte/Nordamerika/nordamerika.html

Kreus, Arno; von der Ruhren, Norbert (2002): Fundamente Kursthemen USA/Kanada, Russland/Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Klett-Perthes. Stuttgart. S. 17f.

Dichtl, Hermann (2004): Geographie. Vorbereitung aufs Abitur. Manz-Verlag. Stuttgart.

Veröffentlicht von Tina

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