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Veröffentlicht von Gobelix

Der Boden des Jahres 2006 – Die Fahlerde

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2005 wurde von der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft (DBG) und dem Bundesverband Boden (BVB) erstmal das Kuratorium Boden des Jahres ins Leben gerufen. Dabei wird nun jedes Jahr am Weltbodentag, dem 5. Dezember, ein Boden des Jahres festgelegt. Dieser Aktionstag soll dabei helfen, um auf das Thema Boden in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen und somit das allgemein fehlende Bodenbewusstsein sowie den besonderen Schutz dieses hoch entwickelten Ökosystems einerseits und der wichtigen Existenzgrundlage für Lebewesen andererseits zu stärken.
2005 wurde erstmals ein Boden gekürt – die Schwarzerde. Für 2006 wurde bereits die Fahlerde als Boden 2006 ausgewählt.

Der vollständige Begriff für die Fahlerde lautet Braunerde-Fahlerde aus Geschiebedecksand über Geschiebemergel. Von der WRB (World Reference Base for Soil Resources) wird sie auch als Haplic Albeluvisol bezeichnet.

Fahlerden (LF) sind neben dem Bodentyp Parabraunerde (LL) nach der deutschen Bodensystematik gemäß der Bodenkundlichen Kartieranleitung (KA 5) in die Klasse der Lessivés (L) einzuordnen.

Fahlerden bestehen aus Geschiebedecksand (lehmiges, sandiges oder schluffiges Ausgangsgestein), bzw. Geschiebelehm oder auch Löss.
Durch eine Mischung von Geschiebemergel (im Oberboden) mit aufgewehtem Flugsand entstand bereits in Ende der letzten Eiszeit Geschiebedecksand (sandig-kiesige Deckschicht). Grund für diese Vermischung ist die Kryoturbation (Forsthebung/Auftausackung) und die gleichzeitig einsetzende Lösung und Auswaschung von Carbonaten, die zu einer Entkalkung des Bodes führt. Durch Pflanzenansiedelung kommt es dann zu einer Humusanreicherung an der Oberfläche. Erst wenn der Oberboden kalkfrei ist kann sich der Boden aufgrund der bodenbildenden Prozesse weiterentwickeln. Nun folgen Basenverarmung, Tonverlagerung, Verlehmung und Verbraunnung, die schließlich die stark aufgehellten fahlen Böden hervorbringen.

Erkennbar ist der Bodentyp an seiner intensiven, vertikalen Tonverlagerung (Lessivierung) die bei seiner Entstehung die Hauptrolle spielt (siehe Bild: rotbraune Tonschicht in etwa 40-80 cm Tiefe).
fahlerde bodenprofil.bmp
Bodenprofil – Fahlerde
Quelle: DBG/BVB

Dabei erfolgt eine Mobilisierung der Tonminerale, da diese mit dem Sickerwasser vom Oberboden in den Unterboden gelangen, wo sie als Toncutane (feine Tonhäutchen) abgelagert werden. Dieser Prozess ist dafür verantwortlich, dass die Hauptmerkmale der Fahlerde ein tonärmerer Oberboden und ein von lehmig-tonigen Horizonten durchzogener Unterboden zustande kommt. Außerdem ist hinzuzufügen, dass der Auswaschungshorizont dieses Bodentyps fahlgrau, daher der Name, und arm an Tonen und Humus ist, darunter befindet sich ein relativ dichter Tonanreicherungshorizont. Der Unterschied zur Parabraunerde liegt darin, dass Fahlerden neben der Aufhellung im Oberboden eine Tongehaltsunterscheide von mindestens 9% besitzen müssen (vgl. Parabraunerde: nur 3%).

Verbreitung:
Lessivés sind in West- und Mitteleuropa oft vorkommend, in Deutschland v.a. in Norddeutschland (Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Brandenburg) in West- und Süddeutschland zunehmend geringer verbreitet.
Heutiges Hauptverbreitungsgebiet: besonders im von submaritim bis subkontinental geprägten Klima meist unter Buchen-Eichen-Mischwäldern.
Fahlerden mit voller Profilausprägung sind kaum noch vorhanden, nur unter alten Walbeständen, daher lassen sich größtenteils Mischungen mit Parabraunerden, Braunerden und Podsolbildungen finden, was eine eindeutige Identifizierung der Böden besonders schwierig macht.

Nutzung:
Aufgrund der hohen Ertragssicherheit und der Fruchtbarkeit der Fahlerden können sie intensiv genutzt werden. Dies geschieht v.a. in den Bereichen Ackerbau und Forstwirtschaft, da die Böden leicht zu bearbeiten sind und gute Wasserspeicherfähigkeiten besitzen.
Gute Ernteergebnisse werden besonders bei Winterraps, Wintergerste, Winterweizen sowie Hackfrüchte erzielt, da der Boden relativ gut durchwurzelbar ist. Dies ist auch an den relativ hohen Holzerträgen leicht erkennbar.

Quellen:
www.lung.mv-regierung.de
www.geoscience-online.de
www.bgr.bund.de
www.dbges.de

Veröffentlicht von Verena

Erdwärme - Der Boden und seine Energie

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In absehbarer Zeit steht uns wahrscheinlich der Atomaustieg bevor und Bevölkerung und Staat müssen sich überlegen wie sie die enormen Energie-/Strommengen kompensieren werden, denn auch Erdöl und Ergas werden uns nicht mehr über Jahrzehnte hinweg versorgen können. Dabei zählt nicht nur der Kostenfaktor, sonderen auch der Umweltfaktor z.B. im Anbetracht des CO2-Ausstoßes. Neben Wind-, Wasser- und Sonnenenergie ist auch die sogenannte Erdwärme langsam auf dem Vormarsch und im Trend. Doch was ist, wie entsteht und auf welche Art kann man jene Erdwärme für Privathaushalte nutzen?

Erdwärme muss man in zwei Bereiche unterteilen!

  • Auf der einen Seite die Wärme, welche über die Sonneneinstrahlung zugeführt wird: Auf der Landoberfläche dringt die Wärmestrahlung der Sonne nur wenige Zentimeter weit in den Boden ein. Jedoch gibt die erwärmte Oberflächenschicht in Abhängig von der Wärmeleitfähigkeit des Bodens (Sand weniger gut wie feuchte Erde, Gestein/Granit sogar 8-10 mal höhere Leitfähigkeit als Sand ) ihre Energie an die darunter liegenden Schichten ab.

 

  • Auf der anderen Seite die Wärme, welche durch die Erdtiefe hervorgerufen wird: Dabei muss man nochmals 2 Arten unterscheiden:
  1. Die Wärme, die seit der Erdentstehung noch vom heißen Kern ausgehend nach außen (3°C Abnahme pro 100m Erdradius) vorhanden ist.
  2. Die durch radioaktiven Zerfällen von z.B. Uran-238, Thorium oder Kalium-40 resultierende Wärme.

Rein theoretisch würde die Energie in Form von Wärme in den obersten 3 Kilometer des Erdmantels reichen um den Verbrauch an Energie der Menscheit für die nächsten 100.000 Jahre zu tilgen!

Somit gibt es auch bestimmte Arten diese Wärme zu nutzen:

  1. Bodenkollektoren: In der Tiefe von ca. 1,3 Meter wird über eine große Fläche ein Rohrsystem von max. 100m Länge verlegt, das dem Erdreich die Solarenergie entzieht. Die Eine zeitweilige Vereisung in der zweiten Heizperiode hat keine sonderlichen Funktionseinschränkungen. Eine sehr große Fläche, sowie eine Vermeinung von Bebauung der Fläche sind negative Aspekte. Eine unkomplizierte und preiswerte Herstellung (beim Neubau) befürworten u.a. den Bau.

Erdwärmekollektoren

  1. Erdsonde: Nach einer 50-150m (ab 100m benötigt man eine Genehmigung der Bergbaubehörden) tiefen, vertikalen Erdbohrung werden 4 PE-Rohre parallel eingebracht (Doppel-U-Rohr-Sonde). Hier wird auch eine wasserrechtliche Genehmigung fällig. Der Vorteil: Es ist nur wenig Platz notwendig, jedoch muss auf eine Zufahrtsmöglichkeit für einen LKW für die Bohrung geachtet werden. Nachteilig wirken sich die hohen Baukosten beim Bohren aus!Pro Bohrmeter kann man mit etwa 50-70 W Heizleistung rechnen. Für ein Haus mit einer Heizlast von 10kW benötigt man also knapp 150m Sondentiefe, bei gutem Boden oder Vorhandensein von Grundwasserströmen auch weniger.

Letztendlich muss jeder selbst abwiegen, ob er sich eine in der Anschaffung etwas teurere Wärmepumpe leistet, durch verbilligten Strom auf die Dauer aber kostengünstiger fahren sollt und somit etwas für den Umweltschutz beiträgt oder ob er sich eine nicht derart umweltschonende Gas-/Ölheizung einbauen lässt. Man kann nur eines mit Sicherheit sagen: Die Sonne und die Wärme des Erdinneren werden nicht so schnell versiegen, wie Öl und Gas… - und die werden noch teuer!
Quellen:

  • http://www.bayern.de/lfu/umwberat/data/klima/erdwaerme.pdf
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Erdw%C3%A4rme
  • http://www.energiesparhaus.at/energie/waermepumpe1.htm
  • http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmepumpenheizung
  • http://www.ahs-rahlgasse.at/umwelt/direct5a/Koenig/Bilder/Erdwaerme.jpg
  • http://www.ph-weingarten.de

Veröffentlicht von Muf

Wo gibt es gute PowerPoint-Hilfe?

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Diese Hilfe gibt es auf der Seite www.ppt-faq.de. Hier finden sich jede Menge nützliche Tipps und Tricks rund um das Präsentationsprogramm der Firma Microsoft.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf das freie Produkt Impress aus der OpenOffice-Familie hinweisen, das mittlerweile in der Version 2.0.1 vorliegt. (Ihr findet das gesamte OpenOffice-Paket in der aktuellen Programmversion auch auf eurer Geographie-CD.)

Eine Flash-Demonstration dieses Werkzeugs für die Erstellung wirkungsvoller Multimedia-Präsentationen kann man hier in englischer(!) Sprache abrufen. Desweiteren gibt es zu Impress auch ein kleines Tutorial, das den Einstieg in die Software erleichtern soll. (Man kann diese Anleitung auch komplett als pdf-Dokument abspeichern und ggf. ausdrucken.)

Außerdem finden sich auf der Internetseite des Leistungskurses der K13 weitere interessante Tipps zum Thema Multimedia-Präsentationen bzw. PowerPoint.

Veröffentlicht von Gobelix

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