Eiskalter Winter widerspricht der Klimaerwärmung nicht

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Im Zusammenhang mit unserem Uni-Vortrag ist folgender Artikel lesenswert:

Genf - Die derzeitige Eiseskälte in Europa steht keineswegs im Widerspruch zu der weltweit registrierten Klimaerwärmung durch Treibhausgase. Wie der Klimaforscher Martin Beniston von der Universität Freiburg in der Schweiz am Rande eines wissenschaftlichen Kolloquiums in Genf mitteilte, kann ein einzelner kalter Winter in einem Teil der Welt den seit Jahrzehnten zu beobachtenden allgemeinen Trend zur Erwärmung des Weltklimas nicht umkehren.Auch für Michel Jarraud, Generaldirektor der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), handelt es sich bei den arktischen Temperaturen in Russland und Osteuropa eher um eine Einzelepisode ohne Zusammenhang mit dem globalen Klimawandel. Was sich auf lange Sicht abzeichne, sei die weltweite Klimaerwärmung. Im 20. Jahrhundert sei die Temperatur im internationalen Durchschnitt um 0,6 Grad Celsius angestiegen. Auswirkungen wie das Ansteigen des Meeresspiegels und das Abschmelzen der Gletscher seien schon jetzt spürbar.
Veranstalter des bis Freitag dauernden fünftägigen Kolloquiums über den Klimawandel ist die Europäische Stiftung für die nachhaltige Entwicklung der Regionen (FEDRE), eine unter anderem vom Europarat finanziell unterstützte Schweizer Nicht-Regierungsorganisation. (APA)

Quelle: derStandard.at

Veröffentlicht von Gobelix

Klimawandel in den Alpen

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Hinsichtlich des Klimas werden die Alpen von einem deutlichen Wandel durchzogen; diese Veränderungen stellen eine große Herausforderung für den Naturraum dar:

Die allgemeine Erwärmung der nördlichen Halbkugel lässt sich vor allem in den Alpen eindeutig erkennen. Das Institut für Atmosphärische Umweltforschung in Garmisch-Partenkirchen hat die Trends des vergangenen Jahrhunderts erforscht und aufgezeichnet. Hierbei wurde festgestellt, dass in den letzten 100 Jahren eine Erwärmung des nördlichen und westlichen Alpenraums erfolgte. Die durchschnittliche Jahresmitteltemperatur ist bis heute um ca. 2,0 °C gestiegen (die globale Erhöhung liegt im Vergleich bei etwa 0,8 °C), wobei eine deutlich stärkere Erwärmung im Winter als im Sommer festzustellen ist.

Hinzu kommt die verstärkte Verschiebung der Niederschläge von den Wintermonaten in den Frühjahr. Hier ist ein Anstieg der Niederschläge um etwa 20-30% zu verzeichnen, wohingegen im Sommer ein Abnahme um ca. 20% bemerkt wurde. Die Prognosen sagen vorher, dass es im Alpenraum vermehrt zu sehr trockenen Sommern kommen wird und die Anzahl der Tage an denen Starkniederschlag zu erwarten ist ebenfalls zunehmen werden.

Ein weiteres Problem wird in den nächsten Jahrzehnten die Verlagerung der Schneefallgrenze sein. Diese wird voraussichtlich um weiter 100-200 Meter nach oben wandern, was sich vor allem auf die vom Wintersport geprägten Orte negativ auswirken wird.

In diesen höheren Regionen wird gleichzeitig auch ein Auftauen des Permafrosts befürchtet was wahrscheinlich katastrophale Folgen mit sich bringen wird:

- Zunahme von Überflutungen und Hochwassern,

- vermehrte Muren- und Lawinenabgänge

aber auch:

- Wassermangel,

- Hitzeschäden und

- stärkere Stürme.

Nebenbei werden auch die Waldschäden ansteigen: nicht nur durch den, in diesem Raum, erhöhten Transitverkehr und seinen Auswirkungen auf die Umwelt und Natur, sondern vor allem auch aufgrund der erhöhnten Ozonwerte.

Insgesamt ist allerdings anzumerken, dass sich diese Prognosen nicht exakt so ereignen müssen, da diese vor allem mit der zukünftigen Verhaltensweise und der Anpassungsfähigkeit des Menschen zusammenhängen.

Quelle: Jahrstorfer, Elisabeth (2005): Die Alpen im Wandel. In: Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt 47, S.62

Veröffentlicht von Verena

Erwerbsstruktur in Polen 2004

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Ausgehend von der Graphik aus der Erdkundestunde vom 19.01.06 (Vergleich und Bedeutung der 3 Wirtschaftssektoren in Deutschland, Frankreich, Polen und Tschechien) möchte ich hier speziell auf die Entwicklung und die Veränderungen in der Erwerbsstruktur Polens auf dem Weg hin zum EU-Beitritt (am 1. Mai 2004) eingehen. Aktuelles Zahlenmaterial (Stand: 2004) findet sich in den Quellen in Form eines pdf-Dokuments.

Der Großteil der Erwerbstätigen, nämlich 55.5%, sind im tertiären Sektor (Dienstleistungssektor) beschäftigt. Dieser erwirtschaftet mit genau 65% auch den mit Abstand größten Teil des gesamten BIP. Nach dem tertiären Sektor ist der sekundäre (Produktionssektor) der zweitstärkste Sektor in Polen. Er beschäftigte 2004 27.6% aller Arbeitnehmer und erwirtschaftete 32,1% des BIP von Polen. Der schwächste der drei Sektoren ist nach wie vor der primäre Sektor (Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei), welcher zwar mit 16.8% noch recht viele Erwerbstätige einschließt, aber nur 2.9% des BIP ausmacht.

Insgesamt ist seit dem Einbruch 2001/02 eine recht positive Wirtschaftsentwicklung mit stetigem Wachstum festzustellen. Auch die leicht sinkende Arbeitslosenquote unterstreicht diesen Trend. Nach einem Anstieg von fast 10% in den Jahren 1998-2002 auf bis zu 19.8%, ist sie im Jahr 2004 wieder auf 18.8% gesunken. So scheint der wirtschaftliche Anschluss an die EU 15 Staaten möglich.

Quelle: http://www.eds-destatis.de/de/publ/download/lp_polen.pdf

Veröffentlicht von Sebastian

Strukturelle Unterschiede in der EU

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Es ist bekannt, dass es immer noch erhebliche Unterschiede zwischen den EU 15 und den neuen Beitrittsländern gibt. Wie groß diese jedoch vor allem in Bezug auf die Wirtschaftsstruktur sind, kann durch die nachfolgende Graphik veranschaulicht werden, die die Bedeutung der Landwirtschaft für das BIP der EU 15 sowie der mittel- und osteuropäischen EU-Mitglieder darstellt:

Diese Unterschiede des prozentualen Anteils der Landwirtschaft am BIP zeigen in erster Linie den Anpassungsbedarf auf, der nötig ist, um die Wirtschaftsstruktur der “neuen” EU-Mitglieder an die der EU 15 Staaten anzunähern. Einige Experten gehen davon aus, dass sich im Laufe der Zeit diese Strukturen angleichen werden, womit aber nicht gemeint ist, dass diese in den einzelnen Ländern identisch sein müssen.

Speziell Ungarn will sich stark an den Kern Europas annähern. Seine Entwicklung spricht auch nicht dagegen, denn in den letzten Jahren stieg das BIP pro Kopf stetig und lag im Jahre 2004 bei 7.900 Euro, was jedoch immer noch weniger als der Hälfte des EU-Durchschnitts entspricht. Trotzdem hat sich Ungarn vorgenommen bis 2006 die Maastricht-Kriterien erfüllen zu können, welche niedrige Inflation, niedrige Zinsen und geringe Schulden im Staatshaushalt voraussetzen. Denn wenn das alles erreicht wird, steht der Euroeinführung dort nichts mehr im Wege. Viele Kritiker stehen diesem vorgenommenen Ziel allerdings mit Skepsis entgegen.

Veröffentlicht von Rebecca

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