Anlässlich unserer Führung durch die Ausstellung „Von der gemalten Landschaft zum vermessenen Land“ im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, fasse ich hier die wesentlichen Themen, die uns anhand von zehn Beispielkarten in der Ausstellung vorgestellt wurden, zusammen.

Die Ausstellung zeigte die Entwicklung der Kartographie in Bayern vom Spätmittelalter bis hin zum 19. Jahrhundert.

Vor dem 15. Jahrhundert war es ausschließlich im Interesse der Verwaltung des Herzogtums bzw. Kurfürstentums Bayern einen groben Überblick über das Verwaltungsgebiet zu bekommen und so entstanden auf der Grundlage von mündlichen Überlieferungen erfahrener Männer erste Urkunden, die einzelne topographische Elemente und Grenzlinien aufzeigten. Ende des 15.Jahrhunderts wurden dann einfache Skizzen, die einzelne Flussläufe, Burgen oder Klöster darstellten, angefertigt um sich einen groben Umriss zu verschaffen. Genauere Reliefdarstellungen ergaben sich erst dann im 16.und 17.Jahrhundert anhand von anspruchsvollen Landschaftsgemälden, wie auch ein großes Gemälde des Grenzgebiets Deutschland-Österreich entlang des Inns in der Ausstellung zeigte.

Einer der ersten Landmesser in Bayern war Philipp Apian.1554 erteilte Herzog V. von Bayern Apian den Auftrag, Bayern kartographisch zu erfassen. Er fertigte dann nach siebenjähriger Landmessung aus verschiedensten Teilen Bayerns eine 5×5 Meter große Karte im Maßstab 1:45.000. Diese Karte diente als Grundlage für die „bairischen Landtafeln“ (siehe Bild), welche er aufgeteilt auf 24 Holzschnitte anfertigen ließ und deren Genauigkeit erst im 19.Jahrhundert übertroffen wurde.

So waren erste Schritte der Landvermessung getan und durch Kurfürst Maximilian IV. Joseph dem späteren König Max I., der 1801 das „Bureau Topographique“ gründete, wurde ein Projekt begonnen, welches eine genaue topographische Karte Bayern zum Ziel hatte.

Hierzu benötigte man allerdings eine lange gerade Basislinie, welche von München Oberföhring nach Aufkirchen aufgrund des geringen Höhenunterschieds entlang der Isar gelegt wurde und welche dann mithilfe der Triangulation aus der Mathematik zu genauen Berechnungen des bayrischen Landes genutzt wurde.

Die Vervielfältigung der Karten verlief anfangs noch über den Holzschnitt und den zum damaligen Zeitpunkt teuren Kupferstich. Doch als 1798 die Lithographie, eine relativ kostengünstige Art Karten mithilfe von großen Lithographiesteinen zu drucken, erfunden wurde, stand der Vervielfältigung der neuen Karten nichts mehr im Weg und so gewannen sie auch mehr Interesse bei der einfachen Bevölkerung.

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Quellen:

http://www.gda.bayern.de/ausstell/kartographie/index.htm

www.wikipedia.de

Eigene Mitschriften ;-)

Veröffentlicht von Xandi