Anlässlich des 100. Jahrestags des großen Erdbebens von San Francisco wird dieses Thema immer aktueller. Am 18.April 1906 erschütterten 5 starke Erdstöße die Stadt. Diese erreichten eine Stärke von 7,8 bis 7,9 auf der Richterskala (nach oben hin offen). Die durch das beben verursachten Schäden waren verheerend. Gasleitungen brachen durch die Erschütterung, was großflächige Brände verursachte. Die genauen Opferzahlen sind schwer zu betiteln, aber Schätzungen sprechen von 3000 bis 4000 Toten in San Francisco und Umgebung (bei etwa 400.000 Einwohnern). der Schaden, der durch das beben verursacht wurde beläuft sich auf etwa 400 Millionen US-Dollar.

Allgemein können Erdbeben durch viele Einflüsse ausgelöst werden.

  • Zum einen können Vulkane eine Ursache darstellen. Wenn sich die Magmakammer eines Vulkans bewegt, oder Magma aufsteigt löst das ein beben aus. Diese Beben kündigen häufig einen bevostehenden Ausbruch an.
  • Ein anderer faktor ist der Mensch selbst. Beispielsweise im Bereich des Bergbaus. Wenn ein Stollen einstürzt, kann man das auch an der Oberflächedurch leichte Beben noch wahrnehmen. Oder die zündung einer Atombombe. Die Wucht der Explosion löst ebenso ein Beben aus. Seismologen zeichnen mit ihren Geräten bei jedem Atomtest eine Erschütterung auf.
  • Doch die wohl häufigsten Erdbeben sind die sogenannten tektonischen Beben, zu denen es hauptsächlich an den Grenzen der Platten der Erdkruste kommt. Diese Platten bewegen sich auseinander (Divergenzzonen), zueinander (Konvergenzränder) oder aneinander vorbei (Horizontalverschiebungen). Ursache für diese Plattenbewegung sind Konvektionsströme, bei denen heißes Material nach oben steigt und an einem anderen Ort kälteres Gestein nach unten sinkt. Die Bewegung dieser 14 großen Platten führt zu gewaltigen Spannungen, wenn sich die Platten verhaken oder verkanten.

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Wie Forscher inzwischen herausgefunden haben ist eine solche Horizontalverschiebung auch für das große Beben von 1906 verantwortlich.San francisco liegt demnach auf dem San-Andreas-Graben, der eine Verwerfungszone der pazifischen- und der nordamerikanischen Platte, die hier ineinander verkeilt sind. Die beiden Platten bewegen sich in verschiedene Richtungen, was im Graben starke Spannungen verursacht. Die Geschwindigkeit mit der sich die Platten bewegen, beträgt bis zu 3,8 cm pro Jahr. Bei dem Erdbeben am 18. April wurde schlagartig Energie freigesetzt, die sich zuvor jahrzehntelang aufgebaut hatte. Die dadurch entstandene Druckwelle bewegte sich mit bis zu 30.000 Stundenkilometern vom Epizentrum aus durch das Gestein. Man konnte sie im Landesinneren noch bis Nevada spüren.

Geologen beschäftigen sich jetzt anlässlich des 100. Jahrestags und aus Angst vor dem nächsten großen Beben (The “Big One”) wieder stärker mit dem Beben von 1906. Allerdings ist bis heute immernoch keine Vorhersage, oder gar eine Verhinderung von Erdbeben möglich. Das einzige, das getan werden kann, ist möglichst viele Daten vergangener Beben zu sammeln um damit Risikoabschätzungen für bestimmte Orte zu erstellen. Aufgrund einer solchen Einschätzung gehen einige Seismologen davon aus, dass San Francisco mit 62prozentiger Wahrscheinlichkeit bis 2026 von einem ähnlich starken Beben wie 1906 erschüttert wird. Eine warnung kann erst ausgegeben werden wenn die ersten schwächeren Vorbeben zu erkennen sind, was allenfalls ausreicht, um Kraftwerke und den U-Bahnbetrieb zu stoppen.

http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,,,,,,B4E3D36F620538FBE034080009B14B8F,,,,,,,,,,,,,,,.html http://www.welt.de/data/2006/04/18/875143.html http://leifi.physik.uni-muenchen.de/web_ph11/umwelt-technik/11_erdbeben/ursachen/ursachen.htm

Veröffentlicht von Lisi