Von Kometen und Meteoriten…

In meinem folgenden Artikel möchte ich unsere letzte Erdkundestunde um ein paar interessante (?) astronomische Details ergänzen.

Was ist eigentlich ein Komet und wie hängen sie und die Meteoriten zusammen?

Ein Komet besteht aus Wasser, Eis und Gestein und bewegt sich genau wie die uns bekannten Planeten in elliptischen Bahnen um den Sonnenkörper, der in einem der beiden Brennpunkte der Ellipse steht. Der Kern des Kometen misst dabei in Sonnenähe einen Durchmesser von einigen Kilometern und erwärmt sich dort so stark, dass ein Teil der Materie an der Kometenoberfläche verdampft. Es bildet sich die Koma, eine Gas- und Staubhülle mit einem Durchmesser von 50000 bis 150000 Kilometern. Bei weiterer Annäherung bis auf zwei astronomische Einheiten (entspricht etwa 2· 1,496· 108 km) reißt der Sonnenwind, der aus Protonen und Elektronen besteht, Ionen (elektrisch geladene Teilchen) aus der Koma mit sich. Der dadurch entstandene Gasschweif wird auch als Ionenschweif bezeichnet und zeigt geradlinig von der Sonne weg. An den ungeladenen Staubteilchen wird Sonnenlicht reflektiert. Die Photonen (Sonnenlichtteilchen) übertragen dabei Impuls auf die Staubteilchen („Strahlungsdruck“). Die relativ langsamen Staubteilchen werden nun von der Koma weggetrieben und es entsteht zudem ein rückwärts gekrümmter Staubschweif. Aufgrund der großen Bahngeschwindigkeit und den stark exzentrischen Ellipsen ihrer Bahnen, halten sich Kometen nur kurzzeitig in unmittelbarer Sonnennähe auf. Somit wird der Schweif auch nur vorrübergehend ausgebildet.

Die Existenz eines Kometen ist allerdings nicht dauerhaft garantiert. Löst sich ein Komet auf, so verteilt sich seine Materie in der einstigen Kometenbahn und bildet dort einen Partikelstrom. Kreuzt dieser die Erdbahn, so wirkt es wie ein Bombardement kleinster Teilchen auf die Erdatmosphäre. Diese kosmischen Kleinkörper bezeichnet man als Meteoriten. Durch die Reibungswärme in der Atmosphäre verdampfen sie. Dabei wird Energie in Form von elektromagnetischer Strahlung (= Licht) frei. Dadurch erklärt sich die Leuchterscheinung eines Meteoriten beim Eintritt in die Erdatmosphäre, die man in der Fachsprache als Meteor, Bolid oder Feuerkugel bezeichnet.

Euch dürfte sie wohl besser unter dem Namen “Sternschnuppe” bekannt sein. Vielleicht denkt ja künftig der ein oder andere an die Informationen, wenn er die nächste Sternschnuppe sieht..Und wenn nicht, wünsch ich euch trotzdem, dass eure Wünsche in Erfüllung gehen.

Quelle: Grundkurs Astronomie 13/1

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