Archiv für Montag, 13. Februar 2006

Montag, 13. Februar 2006, gegen Abend - Unterricht - aktuell

London, eine “Global City”

Der Begriff “Global City” wird im speziellen Sinne als weltwirtschaftliche Steuerungs- und Kontroll-Metropole, also im Sinne einer “funktionalen Weltstadt” verwendet. Diese neuartige Stadtbezeichnung kam Mitte der 1990er Jahre auf und weist folgende Kennzeichen auf:

  • hohe Einwohnerzahl von mehreren Millinonen (Millionenstadt);
  • Sitz von international bedeutenden Konzernen, die weltweit Handel betreiben; - Medien-, Kommunikations- und Kulturzentrum;
  • internationales Finanzzentrum (Banken, Versicherungen, Börsen);
  • sehr gut ausgebaute Infrastruktur (internationale Flughäfen, großer Hafen);
  • weltweiter Bekanntheitsgrad;

global cities
Als Beispiele für eine Global City kann man New York, Tokio, London oder auch Paris nennen. Wie auch in der Grafik zu erkennen ist, bilden diese Städte die Knotenpunkte im internationalen Handel.

London ist neben Paris die einzige Stadt in Europa von Weltgeltung, mit kontinuierlicher wirtschaftlicher und kultureller Bedeutung. Diese wichtige internationale Stellung erlangte die britische Hauptstadt vor allem zu Zeiten des “British Empire”, oder durch die Entwicklung im 19. Jahrhundert zum Weltfinanzzentrum. Im Zentrum gliederten sich im Laufe des letzten Jahrhunderts nicht nur die wichtigsten globalen Bank-, Finanz- und Versicherungseinrichtungen an, sondern auch eine Vielzahl anderer Institutionen, die wichtige Kontakt-, Informations- und Managmentfunktionen für die Entwicklung Londons ausübten. Mit 30% des globalen Devisenhandel mit einem täglichen Umsatz von fast 500 Milliarden Dollar, ist London noch heute das Weltfinanzzentrum. Fast alle britischen Banken, nahezu 600 Auslandsbanken, viele Industriekonzerne, der Goldmarkt, die Rohstoff-Börse, das weltgrößte Diamanten-Kartell, die Aktienbörse, der Euro-Markt sowie die Regierung haben alle ihren Sitz in der Weltstadt London. Mehr als 700.000 Menschen sind in London im Finanzsektor beschäftigt. Die herausragenden Agglomerationsvorteile, wie der Sitz von internationalen Behörden, die Zentren der bildenden und darstellenden Kunst oder auch die beudeutende Stellung im Flugverkehr durch den internationale Flughafen “Heathrow” machen London zu einer der international bedeutensten global cities der Welt.

Quelle: Heineberg, Heinz (2001): Stadtgeographie, S.25f;

veröffentlicht von Fabi
Montag, 13. Februar 2006, früher Abend - Unterricht - aktuell

Die Altstadt Münchens

Ich hab mir die Altstadt Münchens ausgesucht , um euch ein bekanntes Beispiel der mitteleuropäischen Stadt bißchen näher zu bringen.

Die Altstadt ist umgeben vom Altstadtring. Sie dehnt sich im Osten bis zum Franz-Josef-Straußring, im Süden und Westen bis zum Isartor, Sendlinger Tor, Karlstor mit Karlsplatz und Maximilianplatz aus. In der Altstadt werden hauptsächlich die S- und U-Bahnen als Verkehrsmittel benutzt. Die Altsadt München ist größtenteils noch so erhalten geblieben, wie sie nach ihrer Entstehung war. Die “Siedlung München” entstand 1158 mit dem Sachsenherzog Heinrich dem Löwen. Viele alte Bauwerke, wie der “Alte Hof” sind noch in der Altstadt Münchens vorhanden. Die Altstadt ist also geprägt durch die mittelalterliche und darauf folgende städtebauliche Epoche. Im Zentrum der Altstadt befindet sich der Marienplatz, mit der Mariensäule als zentralem Punkt. Hier kreuzten sich einst die alten Handelsstraßen. Von diesem Punkt aus wurde ganz Bayern vermessen.

Mit der Zeit wurden neue Straßen und Bauten errichtet, um mit der Verstädterung mitzuhalten. Die Zeit und der jeweilige Stil der Epochen prägten neue Bauten und Straßen. Im 2. Weltkrieg wurde viel zerstört, beim Wiederaufbau dannach wurde darauf geachtet, die Stadtbild bestimmenden Bauwerke zu erhalten und die historisch gewachsene Stadtstruktur zu berücksichtigen.

Das Wahrzeichen Münchens ist die Frauenkirche und ihre beiden Türme in der Altstadt. Kirchen, Höfe, das Alte und das Neue Ratsthaus, die Feldherrnhalle und die Tore der ehemaligen Stadtbefestigung sind weitere Sehenswürdigkeiten, die die Altstadt anzubieten hat. Die bedeutendsten kulturellen Einrichtungen sind die Bayrische Staatsoper, das Bayrische Staatstheater und die städtische Münchner Kammerspiele. Die Altstadt ist auch Zentrum der Politik,der kommunalen wie der landespolitischen. Das Neue Ratshaus am Marienplatz mit seinem berümten Glockenspiel im Turm- Erker ist Sitz des Münchner Oberbürgermeisters und Versammlungsort des Stadtrats. Auch öffentliche und kirchliche Verwaltungen, Banken und Büros befinden sich in der Altstadt (CBD), wie zum Beispiel die Bayrische Staatsbank oder das Bayrische Kulturministerium. Die Haupteinkaufsstraßen von heute - zwischen Karlstor und Isartor - folgen aus den alten Handelstraßen.

Die Fläche der Altstadt beträgt 316 Hektar. In diesem Stadtbezirk wohnen heute ca. 18.000 Menschen. In der Altstadt dominieren Einzelhandel und Dienstleistungen, viele Bildungs- und Kultureinrichtungen. Die angebotene Fläche für Freizeit und Erholung in der Altstadt München beträgt 71 Hektar (mit beispielsweiße 10 Sportanlagen). as große Fremdenverkehrsaufkommen mit ca. 350 000 Gästen im Jahr 2003 ist auch beachtenswert.

Quelle: http://www.muenchen.de/print?depl=prod&oid=114195

veröffentlicht von Sener