Archiv für Sonntag, 12. Februar 2006

Sonntag, 12. Februar 2006, Mittagszeit - Unterricht - aktuell

Stadtplanung

In unserer Stationenarbeit haben wir etwas über Raumplanung gelernt. Ein Teilaspekt der Raumplanung ist die Stadtplanung.

Bei der Stadtplanung wird die Stadt zuerst analysiert. Danach werden Planungskonzepte erarbeitet, bei denen alle relevanten Interessen abgewägt werden und die als Ziel die Konfliktminimierung haben. Durch die Stadtplanung soll eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung der Städte erzielt werden, die die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen miteinander in Einklang bringt. Eine menschenwürdige Umwelt soll gesichert und die natürlichen Lebensgrundlagen sollen geschützt und entwickelt werden. Bei der Städteplanung soll das Ortsbild baukulturell erhalten bleiben.
Für die Stadtplanung gibt es auch eine gesetzliche Grundlage, das Baugesetzbuch. In diesem Gesetzbuch wird zum Beispiel geregelt, wie verschiedene Pläne aufgestellt werden. Zwei wichtige Planwerke sind der Flächennutzungsplan und der Bebauungsplan.
Der Flächennutzungsplan umfasst das gesamte Stadt- oder Gemeindegebiet und bildet die Grundlage für detaillierte Pläne für Teile der Gemeinde. Die Verteilung von Wohn-, Gewerbe-, Frei- und Sonderflächen und die Lage der wichtigsten Straßen werden im Flächennutzungsplan niedergeschrieben. Ein Flächennutzungsplan wird aus dem Regionalplan entwickelt und gilt für cirka 15 Jahre.
Der Bebauungsplan wird für einzelne Teilbereiche der Gemeinde aufgestellt. In einem Bebauungsplan sind Aussagen über die Verteilung der Bodennutzungen und Grundstücksrechte enthalten. Bebauungspläne werden als Satzungen beschlossen und sind danach sofort rechtswirksam.
Die Stadtplanung beschäftigt sich aber auch mit anderen Aufgaben als der Bereitstellung von Wohn- und Gewerbeflächen. Sie kümmern sich um die „Schrumpfende Stadt“, den Stadtumbau und die „Sozialen Stadt“.
Die „Schrumpfende Stadt“ ist ein Phänomen krisenhafter Stadtentwicklung. Es entsteht durch Abwanderung und generellen Bevölkerungsrückgang, der durch ein Ungleichgewicht von Sterbe- und Geburtenrate entsteht. Die Stadtplanung muss sich hierbei mit den Problemen von immer dünner  besiedelten Gemeinden auseinandersetzten.
Beim Stadtumbau werden bestehende Stadtteile, die nicht mehr den Anforderungen der heutigen Gesellschaft entsprechen, neu geplant.
Die „Soziale Stadt“ ist ein Förderprogramm für Stadtteile, die einen großen Entwicklungsbedarf haben. Mit diesem Programm soll der sozialen und räumlichen Spaltung in einer Stadt entgegen gewirkt werden. Die betroffene Bevölkerung wird so weit wie möglich in die Gestaltung miteinbezogen.

Wie wir in unserer Stationenarbeit auch gesehen haben änderte sich die Stadtplanung im Laufe der Geschichte und wird sich auch weiterhin verändern. Das Aussehen einer Stadt hängt aber auch vom kulturellen Hintergrund eines Landes ab.

http://de.wikipedia.org/wiki/Stadtplanung

veröffentlicht von Bettina
Sonntag, 12. Februar 2006, später Vormittag - Materialien

Bitte melden Sie sich an, um diesen Beitrag zu sehen.

veröffentlicht von A. Gohlke