Archiv für Montag, 23. Januar 2006

Montag, 23. Januar 2006, früher Abend - Unterricht - aktuell

Tourismus auf Kuba - Gefahr und Chance

Kuba hat schöne Landschaften, ein besonderes Karibik-Flair und Menschen von anderer Mentalität als bei uns. Nicht umsonst erfreut sich Kuba deshalb eines großen touristischen Interesses. Dabei herrscht in Kuba ein staatliches Interesse an einer sozial verträglichen Gestaltung des Tourismus. Die staatliche Lenkungsweise der Wirtschaft ist dabei ein Vorteil, da der Staat mehr Eingriffsmöglichkeiten in die Gestaltungsweise des Tourismus hat. So wurde der Bevölkerung erlaubt , kleine Privatwirtschaften für den Tourismus aufzubauen (wie z.B. Privattaxis etc.), wovon die Bevölkerung direkt profitiert. Es wird dazu vom Staat Informationsarbeit geleistet; Gesetzte werden auf den Weg gebracht, welche die negativen Folgen des Tourismus einzudämmen versuchen.

Außerdem wird ein Teil der Tourismusgewinne des Staates in Bereiche investiert, von denen die ganze Bevölkerung profitiert. Jedoch muss dazu gesagt werden, dass durch den „offenen“, d.h. nicht mehr rein staatlich-sozialistisch gelenkten Tourismus, wie er vor den 90er Jahren praktiziert wurde, die (sozialistische) Gleichheit der Bevölkerung nicht mehr gegeben ist.

Da nicht jeder im Bereich des Tourismus arbeiten kann, der die meisten „lohnenswerten“ amerikanischen Dollar einbringt, entstehen soziale Disparitäten, welche man durch gezielte Besteuerung der Privatwirtschaften auszugleichen versucht. Daneben wächst das Verlangen in diversen Bevölkerungsschichten nach einem gleich hohen Lebensstandart - ähnlich dem der Touristen. Der Staat reagiert darauf mit Schulungen für die in der Tourismusbranche arbeitenden Menschen. Diese sollen den Kubanern die weltwirtschaftlichen Zusammenhängen klären, die dazu führen, dass ein kleiner Teil der Menschen sich einen Urlaub leisten kann, während hingegen der größte Teil kaum das Existenzminimum erreichen. Dadurch sollen Neid auf die Touristen und kriminelle Taten verhindert werden.

Abschließend kann gesagt werden, dass der Tourismus für Kuba ein wichtiger Devisenbringer ist, der auch dazu beigetragen hat, einen etwas höheren Lebensstandart für die Bevölkerung zu ermöglichen. Dabei dürfen jedoch die entstandenen sozialen Diskrepanzen nicht vergessen werden. Die Chance für Kuba liegt dabei in der hohen staatlichen Lenkung des Tourismus, da der Staat sowohl in der Lage als auch Willens ist, die ins Land gebrachten Divisen z. T. für die Belange der Bevölkerung einzusetzen.


Quelle: http://www.gate-tourismus.de/download/itbvortrag_mb.pdf

veröffentlicht von woivää
Montag, 23. Januar 2006, früher Abend - Unterricht - aktuell

Aktuelle Hilfe des BMZ: “Gemeinsam gegen die Vogelgrippe”

Internationale Geberkonferenz zur Vogelgrippe in Peking

Am 17. und 18. Januar fand in Peking die internationale Geberkonferenz zur Vogelgrippe statt. Die Konferenz wurde vom chinesischen Außenministerium gemeinsam mit der Europäischen Kommission veranstaltet. Zwei Tage lang hatten Vertreter und Vertreterinnen aus 90 Staaten und von 25 internationalen Organisationen darüber beraten, wie Maßnahmen zur Bekämpfung des Vogelgrippevirus finanziert werden können. Auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird sich finanziell an der Eindämmung der Vogelgrippe beteiligen.

Die Hilfe der Industrieländer ist gefragt, denn die Folgen der Vogelgrippe belasten vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer in Asien. Seit Ende 2003 entdeckt wurde, dass ein aggressiver Virusableger der Vogelgrippe auf den Menschen übertragbar ist, sind über 60 Menschen daran gestorben. Darüber hinaus erlagen weltweit über 140 Millionen Hühner dem Virus oder mussten notgeschlachtet werden, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Die Beseitigung der Tierkadaver stellt die Behörden, in den betroffenen Ländern, vor riesige Probleme. Gleichzeitig ist der Verlust der Hühner für viele Kleinbauern und ärmere Familien nur schwer zu verkraften.

Aber das ansteckende Virus macht nicht an Länder- oder Kontinentgrenzen halt. Zugvögel haben das gefährliche Virus bis nach Europa getragen. In Rumänien wurden ganze Dörfer unter Quarantäne gestellt, in der Türkei sind die ersten Todesopfer zu beklagen. Es wird befürchtet, dass der Ableger der Vogelgrippe zu einer weltweiten Epidemie führt. Daher ist die Konferenz in Peking wichtig, um die internationale Gebergemeinschaft zu koordinieren, damit in den betroffenen Ländern effektiv gegen das gefährliche Virus vorgegangen werden kann.

Das Bundesentwicklungsministerium ist sich seiner Verantwortung bewusst. Bereits seit 2004 fördert das BMZ Sofortmaßnahmen zur Eindämmung der Vogelgrippe in Asien. Für die Früherkennung der Viren will das BMZ in Indonesien und Vietnam Laborausrüstungen finanzieren.

Quelle: www.bmz.de

veröffentlicht von Bastian
Montag, 23. Januar 2006, später Nachmittag - Unterricht - aktuell

Ist Entwicklungshilfe immer positiv?

In Fabians Referat haben wir Informationen über die Entwicklungshilfe Deutschlands für die Entwicklungshilfe erhalten und dabei auch gehört, dass sich diese Entwicklungshilfe ökologischen Aspekten verschrieben hat, wie beispielsweise der Erhaltung des Regenwaldes. Nun habe ich mir die Frage gestellt, ob Entwicklungshilfe auch wirklich immer positiv ist und ob diese auch ihren Zielen treu bleibt.

Bei meiner Suche stieß ich auf ein Beispiel, welches eben die ökologischen Ziele der deutschen Entwicklungshilfe fragwürdig erscheinen lässt:
In der Republik Kongo werden jährlich über 100.000 km³ Regenwald abgeholzt und zwar von der Firma CIB, die von der deutschen Entwicklungshilfe dafür 690.000 € erhält. Das BMZ rechtfertigt diese Subventionierung, die seit 2000 betrieben wird, damit, “eine nachhaltige, umweltschonende und sozialverträgliche Nutzung des Tropenwaldes im Kongobecken sicherzustellen”.
Seltsam nur, dass die Weltnaturschutzorganisation IUCN dem BMZ schon im Jahre 1997 ein Gutachten vorgelegt hat, das zeigt, dass CIB keine nachhaltige Forstwirtschaft betreibt. Wer sich nun zurecht über den Sinn dieser Aktion Gedanken macht, den wird das nächste Detail eventuell noch mehr verwirren: Die Genehmigung dieses Projektes wurde von der Parlamentarische Staatssekretärin des BMZ, Uschi Eid, unterzeichnet, welche ausgerechnet der Partei angehört, die sich einer ökologischen Lebensart und Politik verschrieben hat, Die Grünen…

Quelle: www.tierenzyklopaedie.de/news/200205/020523prw.html

veröffentlicht von Tobias