Footloose Industries
In einem Referat über den Abbau regionaler Disparitäten durch Industrieansiedlung haben wir diese Woche erfahren, dass die Errichtung von Industrieparks in den Entwicklungsländern besonders geeignet für die Ansiedlung so genannter Footloose Industries ist. Doch was genau sind Footloose Industries?
Unter dem Begriff Footloose Industries versteht man „Industriebereiche, die in erster Linie nicht vom Vorhandensein von Rohstoffen abhängig sind“. Diese Vorraussetzung erfüllen zum Beispiel Kommunikations- und Informationstechnologien, da diese nicht an bestimmte Orte gebunden sind.
Nun stellt sich natürlich die Frage, warum man in Anbetracht dieser Gesichtspunkte viel Geld aufwendet, um eine Region mit einem infrastrukturellen Netz auszustatten, wenn doch eigentlich diese Industrien an jedem Ort errichtet werden könnten!? Theoretisch wäre das auch möglich, aber abgesehen von der Abhängigkeit von Rohstoffen gibt es auch noch andere Standortfaktoren, die speziell für Footloose Industries wichtig sind. Hier sind zum Beispiel die Nähe zur Konkurrenz, die es im Auge zu behalten gilt, sowie die Nähe zu Zulieferern und dass das Unternehmen auch gut von diesen Zulieferern erreicht werden kann (Infrastrukur!) wichtig. Gerade für die IT-Branche ist es auch besonders wichtig, dass Facharbeiter und Ingenieure eng zusammenarbeiten und ein ständiger Austausch über die neuesten Innovationen stattfinden kann.
So erklärt sich auch, warum sich die Footloose Industries gerne in den geschaffenen Industrieparks ansiedeln und diese dadurch wachsen, neue Arbeitsplätze bieten und so enorm dazu beitragen, regionale Disparitäten zu mindern. Beispiele für den Erfolg solcher Industriezweige sind zum Beispiel Costa Rica, Mali und Bangladesch, da in allen diesen Ländern die Ansiedlung von IT-Firmen relativ schnell zu einem wirtschaftlichen Wachstum geführt hat. So ist zum Beispiel die Firma Siemens zu nennen, die seit 1965 u.a. in der Kommunikationstechnologie und der Medizinischen Technologie in Bangladesch vertreten ist. Insgesamt beschäftigt der Konzern dort 270 Mitarbeiter.
Quellen: www.zdnet.de, www.joejoe.de und www.siemens.com

9. Mai 2007 um 14:09
Cool, dass es diesen Blog hier gibt. Ich selbst bin zurzeit im Erdkunde LK (STufe 12) und muss ein Referat über Footloose industries halten. Dazu war deine/eure kleine Zusammenfassung schon sehr hilfreich.
Ich werd diese Seite hier mal ein paar Leuten aus dem LK empfehlen. Echt top von euch!
grüße
Mirko