Großstaudämme verletzen Menschenrechte
Im Anschluss zu Julias Referat möchte ich euch zeigen, welche extremen Auswirkungen Errichtungen von Großstaudämmen für die ansässigen Einwohner weltweit mit sich ziehen.
Staudamm-Projekte, wie zum Beispiel der Bau des Assuan-Staudamms in Ägypten, haben Vertreibungen der Einheimischen aus ihrer Heimat zur Folge. Sie verlieren ihre selbst aufgebaute Heimat, ihre Lebensweise und ihre Kultur. Jetzt sind sie nur noch “Vertriebene”. Zwangsumsiedlungen sind beim Bau von Großstaudämmen alltäglich. 45 000 Staudämme wurden in den letzten 50 Jahren weltweit aufgebaut. Mindestens 30 Millionen Ureinwohner wurden für ihren Bau von ihren Heimatorten vertrieben! Viele Opfer wurden einfach enteignet, oft wurden nicht einmal Entschädigungszahlungen geleistet. Zu oft wurden die Staudämme zu groß geplant, da es oft an realistischen Bedarfsanalysen fehlte.
“Der Bau von Staudämmen sollte erst die Zustimmung aller Beteiligten erhalten und die Durchführung zeitgemäß und nach konkreten sozialen und ökologischen Vorgaben erfüllt werden”, so lautet der Einwand der Weltstaudamm-Kommission. Staudammprojekte erwirtschaften heute zwar 10 bis 20% der Nahrungsproduktion, aber die verursachten Eingriffe in das Leben der Menschen sind zu groß.
