Archiv für Sonntag, 8. Januar 2006

Sonntag, 08. Januar 2006, nachts - Unterricht - aktuell

Cidade De Deus – City of God

Nach dem Referat von Anja über “Lateinamerika - Kontinent der Städte”, möchte ich euch eine der Folgen der Übervölkerung in den Städte vorstellen, die Kriminalität.

Nirgendwo auf der Welt sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich so stark wie in Lateinamerika, speziell in Brasilien. Einige werden den Film „Cidade De Deus – City of God“ von Fernando Meirelles und Kátia Lund kennen. Dieser Film beschreibt authentisch die Verhältnisse in den Favelas von Rio de Janeiro. Den Drogenkonsum sowie den Drogenhandel, aber auch die Brutalität und die Überfälle auf die Stadtbevölkerung.

Heutzutage herrscht in diesen Elendsquatieren der Ausnahmezustand. Aus der Anarchie haben sich binnen weniger Jahren die Drogenkartelle ihren eigenen Staat im Staat erschaffen, mit eigenen Gesetzen versteht sich. Es wird auch von Prozessen gegen Vergewaltiger und Kinderschänder, aber auch gegen Mörder, berichtet.

Die Bevölkerung hat meist mehr Angst vor der korrupten Polizei, die mit aller Härte gegen die Einwohner der Favales vorgeht, als vor den Drogenkartellen. Ein Polizeieinsatz in diesen meist illegal errichteten Wohnsiedlungen könnte man heute mehr in ein Kriegsgebiet zuordnen. Mittlerweile wird mit großkalibrigen Maschinengewehren auf die Polizei geschossen, die ihrerseits mit ähnlichen Waffen ausgestattet ist. Aufgrund dieser Tatsachen, wurde 2005 der Tod durch Schusswaffen in Brasilien zur häufigsten Todesursache erklärt.
Trotz dieses Horrorszenarios wird selten von Überfällen auf Touristen berichtet.
Auch wenn ich Städte in Brasilien bereise, werde ich meist zurückgehalten alleine auf die Straße zu gehen. Als Ausländer oder als Mitglied der schmalen brasilianischen Oberschicht wird man angeblich leicht Opfer eines Überfalls. Ich persönlich wurde allerdings noch nie überfallen.

veröffentlicht von Bruno
Sonntag, 08. Januar 2006, nachts - Unterricht - aktuell

Die Favelas in Brasilien

Nachdem in Anjas Referat der Begriff „Favela“ gefallen ist, möchte ich im Folgenden etwas genauer auf diesen eingehen.
Der Begriff „Favela“ bezeichnete ursprünglich einen Berg in Rio de Janeiro, an dem die armen und ausgestoßenen Menschen ihre Hütten bauten um überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben. Diese Hütten bestanden früher aus Kistenbretter, Blech-kanister und Palmwedel. Heute bestehen sie größtenteils aus Holzbrettern und einfachen Steinen. Diese „Favelas“ entstanden hauptsächlich dadurch, weil die Menschen auf Grund der Industrialisierung in die Stadt kamen aber dort nur sehr schlecht bezahlte oder gar keine Arbeit fanden. Man geht davon aus, dass zum Beispiel in Rio de Janeiro rund 30% der Bevölkerung in den „Favelas“ leben.
Oft entstehen die „Favelas“ illegal auf Land, das die Menschen einfach besetzen und dort ihre Hütten dann errichten. Deshalb kommt es oft dazu, das Bagger das besetzte Land dem Erdboden gleich machen und den Menschen das wenige Hab und Gut wegnehmen beziehungsweise zerstören. Ein weiteres großes Problem sind die hygienischen Bedingungen in diesen „Favelas“, denn es gibt eigentlich keinerlei Abwassersysteme und man kann sich dann vorstellen wie es dort aussieht.
Oft bleiben viele Versuche der Regierung die Menschen von den „Favelas“ rauszuholen und in Sozialwohnungen, welche am Stadtrand liegen, zu bringen erfolglos. Denn die Menschen haben dann einen viel weiteren und extrem erschwerlicheren Weg jeden Tag in die Stadt und damit auch zu ihrer Arbeitstelle den sie zurücklegen müssen. Außerdem herrscht in den „Favelas“ ein sehr starkes soziales Geflecht zwischen den Menschen aus dem die Leute herausgerissen werden. Deshalb legen viele Menschen alles daran wieder in die „Favelas“ zurückzukehren.
Aber es ist auch ein Teufelskreis, der es kaum ermöglicht aus den „Favelas“ auszubrechen. Die Kinder müssen betteln oder arbeiten gehen, um das Einkommen der Familie zu verbessern und somit haben sie keine Zeit um in die Schule zu gehen. Und somit ist ihnen der Weg zur Bildung versperrt und sie haben keine Möglichkeit einen besseren Job zu bekommen und damit aus den „Favelas“ herauszukommen.

Quelle: http://www.brasilien.de/volk/bevoelkerung/favela.asp

veröffentlicht von Michael
Sonntag, 08. Januar 2006, nachts - Unterricht - aktuell

Kampf gegen Desertifikation

Vor kurzem haben wir im Unterricht ein Referat über den Desertifikationsprozess gehört. Dabei wurde klar, dass eine Bekämpfung der Desertifikation sehr komplex erfolgen muss und nur wirksam wird, wenn die Ursachen selbst bekämpft werden.

Auch die Vereinten Nationen (UN) haben sich schon vor längerem mit dem Problem der Desertifikation auseinandergesetzt und 1992 in Rio de Janeiro die “Internationale Konvention zur Bekämpfung der Desertifikation (CCD)” beschlossen. Sie trat 1996 in Kraft und 172 Staaten haben sie unterzeichnet. In dieser Konvention sind die Aspekte Naturschutz und Entwicklungspolitik eng miteinander verbunden.

Die Ziele der Konvention sind die Einbeziehung der betroffenen Menschen von Anfang an und die Umstellung deren Lebensweise, sowie eine stärkere Zusammenarbeit von Staaten und Entwicklungshilfeorganisationen.Ein Problem ist die mangelnde Finanzierungsbereitschaft der Industrieländer.

Auch Deutschland leistet einen Beitrag im Kampf gegen Desertifikation. Es werden ca. 250 Projekte gegen die Wüstenbildung mit ca. 1,4 Milliarden Euro unterstützt. Auch einige Organisationen beteiligen sich beim Kampf gegen Desertifikation.

Quellen:www.br-online.de (Kampf den Wüsten) bzw. www.br-online.de (Konvention ohne Wirkung)

veröffentlicht von Dominik
Sonntag, 08. Januar 2006, früher Abend - Unterricht - aktuell

Rio de Janeiro – Abenteuer zwischen Attraktionen und Kriminellen

Das einst als “Land der Zukunft” bezeichnete Brasilien mit seiner Hauptstadt Rio de Janeiro litt in den letzten 40 Jahren sehr unter der Metropolisierung, durch die sich Slums bis hin zur Copacabana ausbreiten. In der “Stadt mit zwei Gesichtern” sieht man nicht nur wunderschöne brasilianische Sambatänzerinnen auf einem Karneval, sondern auch viele arme und verzweifelte Menschen, die nicht einmal ein Dach über dem Kopf haben. In Rio leben etwa siebzig Prozent der Menschen in schrecklicher Armut in sogenannten favelas. Diese sollte man als Tourist besser meiden, Arbeitslosigkeit und Kriminalität beherrschen dort das tägliche Leben.

Der Zuckerhut ist das Wahrzeichen der Stadt. Der von den Brasilianern Pão de Açúcar (Zuckerbrot) genannte Granitmonolith ragt 394 m aus den Fluten empor und markiert den Eingang der Bucht von Guanabara. Die Spitze erreicht man mit einer Seilbahn in zwei Etappen. Von ganz oben kann man einen traumhaften Ausblick über die Stadt und die Bucht genießen.

Das zweite weltberühmte Wahrzeichen der Stadt ist die alles überblickende Christusstatue auf dem 704 m hohen Corcovado, dessen Spitze man mit der Corcovado Bergbahn erreicht. Die Nähe zum angrenzenden Regenwald ließ zu Fuße des Berges etliche favelas entstehen. Die Zahnradbahn muss daher strengstens von unzähligen schwerbewaffneten Polizisten bewacht werden, die versuchen, die Bewohner der Elendsviertel davon abzuhalten Touristen zu überfallen.

Christus auf dem Corcovado
Quellen: GOERDELER, C. (20037): Marco Polo. Brasilien. Ostfildern: Mairs Geographischer Verlag, S.27-37.

veröffentlicht von Melli
Sonntag, 08. Januar 2006, später Vormittag - Unterricht - aktuell

Erwärmung ließ Meereskreislauf kollabieren

“Die globale Erwärmung könnte das Weltklima abrupt kippen lassen. Untersuchungen des Meeresbodens haben ergeben, dass steigende Temperaturen vor Millionen Jahren schon einmal die Strömungen der Ozeane durcheinander gebracht haben. Grund für die Hitzewelle: Treibhausgase.[…]”

Den gesamten Artikel kann man bei www.spiegel.de nachlesen.

Bildquelle: www.spiegel.de/wissenschaft

veröffentlicht von A. Gohlke
Sonntag, 08. Januar 2006, Schlafenszeit - Geo-News, Fundstücke

APOD - Astronomy Picture of the Day

Entdecke den Kosmos!

“Each day a different image or photograph of our fascinating universe is featured, along with a brief explanation written by a professional astronomer”, heißt es auf der Seite der NASA, die tatsächlich jeden Tag ein anderes Bild unseres Universums bereithält. Sehr interessant! (Prof. Harald Lesch, bekannt u. a. von Alpha Centauri, lässt grüßen!)

Scheinbar gibt es das Ganze auch als Softwarelösung für eine lokale Installation. (Die Software hab’ ich jedoch noch nicht ausprobiert…)

veröffentlicht von A. Gohlke