Cidade De Deus – City of God
Nach dem Referat von Anja über “Lateinamerika - Kontinent der Städte”, möchte ich euch eine der Folgen der Übervölkerung in den Städte vorstellen, die Kriminalität.
Nirgendwo auf der Welt sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich so stark wie in Lateinamerika, speziell in Brasilien. Einige werden den Film „Cidade De Deus – City of God“ von Fernando Meirelles und Kátia Lund kennen. Dieser Film beschreibt authentisch die Verhältnisse in den Favelas von Rio de Janeiro. Den Drogenkonsum sowie den Drogenhandel, aber auch die Brutalität und die Überfälle auf die Stadtbevölkerung.
Heutzutage herrscht in diesen Elendsquatieren der Ausnahmezustand. Aus der Anarchie haben sich binnen weniger Jahren die Drogenkartelle ihren eigenen Staat im Staat erschaffen, mit eigenen Gesetzen versteht sich. Es wird auch von Prozessen gegen Vergewaltiger und Kinderschänder, aber auch gegen Mörder, berichtet.
Die Bevölkerung hat meist mehr Angst vor der korrupten Polizei, die mit aller Härte gegen die Einwohner der Favales vorgeht, als vor den Drogenkartellen. Ein Polizeieinsatz in diesen meist illegal errichteten Wohnsiedlungen könnte man heute mehr in ein Kriegsgebiet zuordnen. Mittlerweile wird mit großkalibrigen Maschinengewehren auf die Polizei geschossen, die ihrerseits mit ähnlichen Waffen ausgestattet ist. Aufgrund dieser Tatsachen, wurde 2005 der Tod durch Schusswaffen in Brasilien zur häufigsten Todesursache erklärt.
Trotz dieses Horrorszenarios wird selten von Überfällen auf Touristen berichtet.
Auch wenn ich Städte in Brasilien bereise, werde ich meist zurückgehalten alleine auf die Straße zu gehen. Als Ausländer oder als Mitglied der schmalen brasilianischen Oberschicht wird man angeblich leicht Opfer eines Überfalls. Ich persönlich wurde allerdings noch nie überfallen.

