Vom Entwicklungsland zur Industrienation
Zum Thema des Referats “Theorien der Unterentwicklung u. Teufelskreis der Armut”, möchte ich mit Südkorea ein Land vorstellen, das sich aus dem “Teufelskreis” befreit hat und zu einem Industriestaat geworden ist.
In den 60ern gehört Südkorea mit einem BSP von 80 US-$ zu den ärmsten Ländern der Welt. Das Land wurde im Koreakrieg stark zerstört, zudem ist es sehr gebirgig, was ein wirtschaftshemmender Faktor ist. Des Weiteren ist der Staat übervölkert und hat nur wenig Rohstoffressourcen.
Deshalb entschließt sich die Regierung dazu, die Wirtschaftsstruktur zu ändern. Die Export/Growth Strategie zielt auf Industrialisierung und und Außenorientiertheit der Volkswirtschaft ab, zu Lasten niedriger Löhne und sozialer Disparitäten.
Der Aufschwung geht in mehreren Phasen vonstatten. Es wird sich zunächst auf Textil- und Nahrungsmittelindustrie konzentriert, da Kenntnisse vorhanden sind und die Produktion billig ist. Die Produkte werden preiswert auf dem Weltmarkt angeboten, v. a. Textilprodukte. Der Fortschritt macht neue Produktionsstätten und Infrastruktur nötig. Es werden Stahl und andere Grundstoffe importiert, und verstärkt auch auf Schwermetallindustrie umgestellt. Die erzeugten Produkte werden wiederum billig auf dem Weltmarkt verkauft.
In den 80ern wird der Aufbau einer modernen Investitionsgüterindustrie gefördert, die Elektrogeräte, Autos und Computer herstellt. Seit Mitte der 80er Jahre findet Südkorea einen hohen Absatzmarkt für High-Tech Produkte, v. a. in Nordamerika, aber auch in Europa. Es bleiben allerdings Probleme wie Arbeitslosigkeit sowie soziale Unruhen.
Quellen: Büttler, Kümmerle, Raab (2001): Abitur Wissen Erdkunde: Entwicklungsländer. Freising. Stark Verlag
