Archiv für Montag, 24. Oktober 2005

Montag, 24. Oktober 2005, gegen Abend - Unterricht - aktuell

Plantagenprodukt Teak?

Möbel und andere Gebrauchsgegenstände aus Teak sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Die meisten Hersteller werben damit, dass ihre Produkte aus Plantagenholz hergestellt sind. Doch entspricht dies auch der Wahrheit?

Das hierzulande verkaufte Teakholz stammt hauptsächlich von der Insel Java und aus Burma (Indochina). Während auf Java tatsächlich Teakholz auf Plantagen angebaut wird, stammt Burma-Teak beinahe ausschließlich aus dem bis dahin unberührten tropischen Regenwald. Unglücklicherweise handelt es sich bei in Deutschland verkauftem Teakholz zu über 90 % um Burma-Teak.

Doch nicht nur die ökologischen Folgen dieses Raubbaus (wie z. B. Bodenerosion und Störung des natürlichen Wasserhaushalts) sind gravierend. Mit dem Kauf von Burma-Teak unterstützt man auch die Regierung Burmas im Krieg gegen die Opposition. Durch den Exporterlös kann das Terrorregime den Bürgerkrieg aufrechterhalten.
Auch der Plantagenanbau auf Java erweist sich nicht als echte Alternative, da die Nachfrage für Plantagenholz in den letzten Jahren stark gestiegen ist und die Plantagenbesitzer dazu veranlasst hat, auf nachhaltigen Anbau zu verzichten. Das heißt, dass heute wesentlich mehr abgeholzt wird als nachwachsen kann. Außerdem sind die Preise für das Holz derart in die Höhe geschossen sind, dass es sich die Einheimischen nicht mehr leisten können und ihrerseits aus anderen durch Raubbau geprägten Regionen importieren müssen.
Aus diesen Gründen sollte man beim Kauf von Möbeln auf Teakholz verzichten und Hölzer unserer Breiten bevorzugen.

Quelle: http://www.regenwald.org/new/regenwaldreport/artikel.php?id=117

veröffentlicht von Stefanie
Montag, 24. Oktober 2005, nach dem Mittagsessen - Unterricht - aktuell

Kinderarbeit

Wie wir schon in Michaels Referat gehört haben, ist es auf Plantagen - vorallem in West- und Mittelafrika - üblich, dass eine große Zahl von Kinder unter ungeeigneten und zum Teil gefährlichen Bedingungen zur Arbeit gezwungen werden.
Nach Berichten der UNICEF liegt die Zahl bei weit über 200.000 illegal beschäftigten Kindern. Der Grund für die Kinderarbeit liegt in den kulturellen Wurzeln der Region, es ist Tradition in solchen Teilen der Erde, dass Kinder schon in jüngsten Jahren mit den Eltern zur Arbeit genommen werden. Es ist meistens so, dass die Kinder die Tätigkeit der Eltern übernehmen und so schon früh mit dieser vertraut gemacht werden.
Eine andere Ursache für Kinderarbeit ist aber auch einfach die, dass in den Entwicklungsländern die Armut weit verbreitet ist und somit die Kinder arbeiten müssen, damit sie wenigstens genug zu Essen haben.
Trotzdem werden die Kinder einer großen Gefahr ausgesetzt, wenn sie täglich mit großen Maschinen und vorallem mit giftigen Chemikalien in Kontakt kommen.
Verschiedenste internationale Organisationen sind bemüht, in Ländern in denen Kinderarbeit weit verbreitet ist, diese abzuschaffen oder immerhin Aufklärung zu betreiben, welche schlimmen Folgen es für die Kinder haben kann, unter solch schlechten Bedingungen zu arbeiten.
Ein anderes Konzept der Kinderarbeit entgegenzuwirken, ist das Projekt des "fairen Handels". Mit dem Begriff, wird dem Konsumenten garantiert, dass das Produkt nicht durch Kinderhände erzeugt wurde.

Quelle: http://www.theobroma-cacao.de/wirtschaft/plantage.htm

veröffentlicht von Fabi