Plantagenprodukt Teak?
Möbel und andere Gebrauchsgegenstände aus Teak sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Die meisten Hersteller werben damit, dass ihre Produkte aus Plantagenholz hergestellt sind. Doch entspricht dies auch der Wahrheit?
Das hierzulande verkaufte Teakholz stammt hauptsächlich von der Insel Java und aus Burma (Indochina). Während auf Java tatsächlich Teakholz auf Plantagen angebaut wird, stammt Burma-Teak beinahe ausschließlich aus dem bis dahin unberührten tropischen Regenwald. Unglücklicherweise handelt es sich bei in Deutschland verkauftem Teakholz zu über 90 % um Burma-Teak.
Doch nicht nur die ökologischen Folgen dieses Raubbaus (wie z. B. Bodenerosion und Störung des natürlichen Wasserhaushalts) sind gravierend. Mit dem Kauf von Burma-Teak unterstützt man auch die Regierung Burmas im Krieg gegen die Opposition. Durch den Exporterlös kann das Terrorregime den Bürgerkrieg aufrechterhalten.
Auch der Plantagenanbau auf Java erweist sich nicht als echte Alternative, da die Nachfrage für Plantagenholz in den letzten Jahren stark gestiegen ist und die Plantagenbesitzer dazu veranlasst hat, auf nachhaltigen Anbau zu verzichten. Das heißt, dass heute wesentlich mehr abgeholzt wird als nachwachsen kann. Außerdem sind die Preise für das Holz derart in die Höhe geschossen sind, dass es sich die Einheimischen nicht mehr leisten können und ihrerseits aus anderen durch Raubbau geprägten Regionen importieren müssen.
Aus diesen Gründen sollte man beim Kauf von Möbeln auf Teakholz verzichten und Hölzer unserer Breiten bevorzugen.
Quelle: http://www.regenwald.org/new/regenwaldreport/artikel.php?id=117
