Archiv für Sonntag, 9. Oktober 2005

Sonntag, 09. Oktober 2005, später Nachmittag - Unterricht - aktuell

Schokolaaaaade!!!!

Aufgrund eines nicht ganz so kompetent wirkenden Mitarbeiters der Wiener Schokoladenfabrik Confiserie Heindl, denke ich, dass einige Dinge bei unserer Führung untergegangen sind oder gerne überhört wurden. Ich habe daher einige recht interessante Fakten einer - wenn nicht sogar der - Schokofirma MILKA zusammengestellt.

Ungefähr 1400 Jahre bevor es die lila Milka Tafel gab, entdeckten die Eingeborenen Südamerikas den Kakao bzw. die Kakaobohne als Nahrungs- und Genussmittel; also noch lange bevor Philippe Suchard am 17. November 1825 die Eröffnung seiner eigenen Confiserie feierte und einen ersten Vorgeschmack auf hausgemachte Schokolade geben konnte. Doch bis dahin war es ein weiter Weg für die "süße Bohne".

Es waren Azteken, die im 12. Jahrhundert das Volk der Tolteken unterwarfen und deren Kakao-Kultur übernommen haben. "XOCOATL" nannten sie fortan das stärkende Getränk, welches sie durch Zugabe von Maismehl, Paprika, Pfeffer und Wasser zubereiteten. Kolumbus erfuhr bei seiner Landung 1502 im heutigen Nicaragua jedoch noch nichts vom Kakao.

Erst der Spanier Hernando Cortez interessierte sich bei seiner Eroberung des Aztekenreiches, zwischen 1519 und 1521, für diese edle Frucht und brachte sie schließlich nach Europa. Wenig begeistert von diesem für europäische Bräuche "unkultivierten" Geschmack des göttlichen Azteken-Getränks, stieß ein findiger Koch auf die Möglichkeit, den Kakao durch Zugabe von Wasser sowie Honig oder Rohrzucker zu einem wohlschmeckenden "Schokoladentrunk" zu mischen.

Die "Chocolata" war geboren! Sie entwickelte sich innerhalb von kürzester Zeit zu einem kulinarischen Genuss der vornehmsten Fürstenhöfe Europas und galt als den adeligen Kreisen vorbehalten. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts wurde diese angeboten und so der breiten Bevölkerung zugänglich gemacht.
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veröffentlicht von Bastian
Sonntag, 09. Oktober 2005, Mittagszeit - Unterricht - aktuell

Möglichkeiten das Gebiet der Tropen einzugrenzen

Der Name "Tropen" leitet sich vom griechischen Begriff tropai (tropos = Richtung) und heliou (helios = Sonne) ab. Gemeint ist das Gebiet zwischen den sog. Sonnenwendekreisen.
Warum heißen Wendekreise Wendekreise? Das weiß ich auch nicht…naja ok, ich sags euch.
Die Rotationsachse der Erde steht nicht senkrecht zur Umlaufebene der Erde um die Sonne, sondern ist um ca. 23,5° gekippt. Dies hat zur Folge, dass die Fläche der Erde nicht das ganze Jahr über gleichmäßig stark von der Sonne bestrahlt wird. Wäre die Rotationsachse der Erde nicht gekippt, hieße das, dass die Sonne nur über dem Äquator im Zenit stehen könnte, dafür aber gleichmäßig das ganze Jahr über. Im Zenitstand hat die Sonne ihre höchste Strahlungsstärke für die Erde. Da nun aber eben die Erdachse geneigt ist, verschiebt sich der Zenitstand der Sonne um eben genau den Winkel nach Norden bzw. Süden, um den auch die Erdachse gegenüber ihrer Umlaufebene um die Sonne geneigt ist, also um 23,5°.
Da die Erde einmal im Jahr vollständig die Sonne umkreist, wandert auch der Zenitstand vom 23,5 Breitengrad einer Halbkugel zu dem 23,5 Breitengrad der anderen Halbkugel (was einer halben Umkreisung der Erde um die Sonne entspricht) und schließlich wieder zurück zum Ausgangpunkt.
Also: In dem Gebiet zwischen diesen Wendekreisen steht die Sonne zweimal im Jahr im Zenit und leuchtet es strahlungsklimatisch am stärksten aus, und dieses Gebiet nennt man Tropen, wobei die Wendekreise die Außengrenze bilden.

Aber das ist nur eine Möglichkeit den Raum der Tropen zu definieren. Es gibt noch eine Reihe weiterer:
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veröffentlicht von woivää