“Do haud’er si aufn Bauch und rudschd obe…”

Im Rahmen unserer viertägigen Wien-Exkursion stand auch eine geführte Wanderung durch die Lobau an.
Die Lobau ist ein Teil des Nationalparks Donauauen, der sich auf einer Strecke von 38 km von Wien an der Donau entlang bis zur Marchmündung an der Staatsgrenze zur Slowakei erstreckt. Der Name "Lobau" bedeutet soviel wie "Wasserwald" und verrät damit schon die Geschichte des Auwaldes, der bis ins 19. Jahrhundert hinein eine Insel inmitten der Donau war.
Erst mit der Errichtung des Marchfeldschutzdammes im Zuge der großen Donauregulierungen Mitte des 19. Jahrhunderts, mit welchem man die ständigen Überschwemmungen durch die Donau regulieren wollte, wurde die Lobau "Festland". Seit 1996 ist sie schließlich zusammen mit den gesamten Donau-Auen zum Nationalpark erklärt worden.
Heute dient die Lobau nicht nur als Erholungsraum für Menschen, sondern auch dem Arten- und Lebensraumschutz sowie zur Umweltbildung.

Ein ganz besonderer Lebensraum der Auen sind die sog. Heißländen, die äußerlich sehr den Savannen ähneln. Sie kennzeichnen sich durch Trockenrasenvegetation, wie z. B. Weißdorn, Sanddorn, Berberitze oder verschiedene Orchideenarten und sind an vielen Orten sehr trocken. Die Heißländen entstehen auf den massiven Schotterböden der Lobau, die noch ein Überbleibsel des früheren Donauflussbettes sind. Bäume wachsen hier nur dort, wo der Boden dick und v. a. feucht genug ist.
Von den in der Lobau vorkommenden geschützten Tieren sind mir v. a. der Biber (laut Füherer "haud’er si" beim Begeben in sein Lieblingselement Wasser "aufn Bauch und rudschd obe"…) und die europäische Sumpfschildkröte in Erinnerung, die sich zu meinem Erstaunen ihre Höhlen mit Vorliebe in den sehr trockenen Heißländen und nicht in den Sümpfen graben.

Alles in allem war die Wanderung trotz des nassen Wetters und trotz wenig Schlaf ;-) doch sehr interessant und lustig (v.a. Dank unseres netten Führers, der uns auch so manch "heißen Tipp" zum Thema Rauchen gab *g*)!!

Quelle: Nationalpark Donauaauen

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