Trotz großer Resourcen Wasserknappheit in China

Obwohl China das Land mit den viertgrößten erneuerbaren Wasserresourcen der Welt ist, leben rund 35 Millionen Chinesen in Gebieten ohne ausreichende Wasserversorgung. Besonders betroffen sind der Norden Chinas und die Stadt Peking. Peking zählt zu den trockensten Städten im Norden von China. In Peking müssen die Einwohner mit etwa 300m³ Wasser im Jahr auskommen, wobei die Grenze für ernsthaften Wassermangel bei ca. 2000m³ liegt. 1000m³ Wasser werden allein für existenzielle Grundbedürfnisse benötigt und 2000m³ um eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen. Unter einer ersten Wasserverknappung litt Peking während einer Dürre im Jahr 1972. Starke Versorgungsprobleme hatte Peking auch während der SARS-Epedemie 2003, da sich die Leute wegen der Ansteckungsgefahr häufiger wuschen. Um den Wasserverbrauch etwas einzuschränken wurden während dieser Zeit Hotels und Unternehmen in der Nähe der wichtigsten Stauseen geschlossen. Heute wird die Gegend um Peking fast jährlich von Dürren heimgesucht und Meldungen über akuten Wassermangel sind seit längerem an der Tagesordnung. Auch der Fluss Huang He (Gelber Fluss) leidet unter Wassermangel. Mehrmals jährlich trocknet er aus, da zuviel Wasser für die Landwirtschaft, die Industrie und die Bevölkerung abgezweigt wird. Da der Wassermangel in Zukunft sicher noch ansteigt ist es wichtig mit dem Wasser sparsam umzugehen und neue Technologien zum Wassersparen und zur Wasserwiederaufbereitung zu entwickeln.

Quelle: www.heise.de/tp (Magazin: Telepolis)

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