Archiv für Sonntag, 3. Juli 2005

Sonntag, 03. Juli 2005, gegen Abend - Unterricht - aktuell

Landwirtschaft in Litauen

Wie David uns bereits letzte Woche in seinem Referat erklärte, sind die drei baltischen Staaten (augenscheinlich) bereit für die EU.
Was einem jedoch auffällt, ist die hohe Beschäftigtenrate in Litauen in der Landwirtschaft. Mit rund 17% ist der Wert ca. fünfmal so hoch wie der Durchschnittswert der "alten" EU-Länder. Besonders wichtig ist dabei die Viehwirtschaft, d. h. die Haltung von Milchvieh, die Rindermast, die Schweinezucht aber auch die traditionelle Pferdezucht.
Durch die Nähe zur Ostsee ist auch der Fischfang in Litauen zu einem wichtigen Teil der Landwirtschaft geworden. Die Hauptanbauprodukte Litauens sind Futterpflanzen, Getreide, Kartoffeln und Gemüse.

Wie wir bereits im Referat erfuhren, sind die Lohnkosten ziemlich gering und auch die Pachtpreise in Litauen sehr niedrig, was deutschen Landwirten oftmals Sorgen bereitet, weil sie Angst haben, dass sich dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit im eigenen Land verschlechtern könnte.

Aber auch für die Bauern in den baltischen Staaten stellen billige Pachtpreise eine Gefahr dar, weil sich bereits einige Landwirte aus dem Westen in Litauen niedergelassen haben und Großbetriebe gegründet haben, mit denen die Kleinbauern Litauens und die anderen zwei baltischen Staaten nicht konkurrieren können.

Wichtig für das Baltikum ist nun die Entwicklung des tertiären Sektors und die Senkung der Arbeitslosenquote, die teilweise noch bei rund 11% liegt.

Quelle: br-online.de

veröffentlicht von Anja
Sonntag, 03. Juli 2005, vormittags - Unterricht - aktuell

Kernkraftwerk Ignalina

Ich möchte in meinem Beitrag genauer auf die Bedeutung des Kernkraftwerks Ignalina und auf die Rolle, die es bei der litauischen Energieproduktion spielt eingehen.

Die beiden Kernkraftwerksblöcke in Ignalina zählen zu den mächtigsten weltweit. Sie weisen jedoch erhebliche sicherheitstechnische Mängel auf, da beim Bau auf Sicherheitseinrichtungen verzichtet wurde, um den Zeitplan einzuhalten. Außerdem sind die Reaktoren die selben wie in Tschernobyl.

Um Mitglied der EU werden zu können, hat Litauen jedoch zugesagt, die Reaktoren bis 2009 abzuschalten, was schon teilweise gemacht wurde. Da das Kernkraftwerk aber 80 % des Strombedarfs deckt, muss man Alternativen finden. Außerdem drohen Geldeinbußen durch das Wegbrechen von Atomstromexporten. Deswegen hat die EU Beihilfen in Höhe von 245 Millionen Euro zugesagt.

Die litauische Regierung plant desweiteren, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Gesamtproduktion auf 12% zu steigern. Gleichzeitig bemüht sich Litauen durch den Aufbau einer sogenannten "Strombrücke" nach Polen um Anschluss an das westeuropäische Stromnetz.

Quellen: www.auswaertiges-amt.de; www.reyl.de/tschernobyl/index.html

veröffentlicht von Dominik