Die nordamerikanische Stadt
In Ergänzung zu Fabians Referat, das am Freitag, dem 17.6.05, stattfand, will ich hier noch einmal einige Fakten zum Thema "Nordamerikanische Stadt" zusammenfassen und im Gesamten betrachten.
Im Gegensatz zur traditionellen europäischen Stadt fehlt der nordamerikanischen Stadt der historische Hintergrund. Viele Städte sind relativ jung und man sucht vergeblich nach alten Stadtmauern, historischen Marktplätzen oder Residenzen. Selten sind nordamerikanische Städte um einen Mittelpunkt gebaut bzw. auf jenen ausgerichtet, wobei es vereinzelte Ausnahmen wie Gerichte oder Bahnhöfe gibt.
Das Stadtbild der amerikanischen Städte ist von einem gleichförmigen, schachbrettartigen Verlauf der Straßen geprägt. In fast allen Klein- und Großstädten existiert das schachbrettähnliche Straßenmuster. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Grundmuster nordamerikanischer Städte, das sich grob unterteilt in Donwtown (Innenstadtbereich), Übergangszone und Stadtrandbereich.
Bis heute hat sich die Nutzung der verschiedenen Stadtzonen ständig verändert. Ab 1915 wurde im Downtown-Bereich mit dem Bau der ersten Wolkenkratzer begonnen. Ursache dafür waren nicht nur die ständig steigenden Bodenpreise, sondern auch der Platzmangel in der Innenstadt zur damaligen Zeit. Im Gebiet der Kernstadt entwickelte sich das Geschäftszentrum (auch CBD = Central Business District genannt). Im CDB befinden sich Banken, Versicherungen und Ähnliches.
Eine negative Erscheinung dieser Entwicklung ist die, dass Wolkenkratzer das Stadtklima, etwa durch Entstehung von Windströmen und dauerhaften Schattenlagen, verändern. Viele Bewohner zogen/ziehen u. a. wegen der hohen Bodenpreise und attraktiveren Wohngegenden in die Außenbezirke, was als (Wohn-)Suburbanisierung bezeichnet wird.
