Archiv für Juni 2005

Donnerstag, 30. Juni 2005, später Vormittag - Fragen fragen

Fragen, Meinungen, Mitteilungen

In dieser Kategorie könnt ihr eure Fragen, Meinungen und Mitteilung zu bestimmten Kursinhalten öffentlich machen, um einen breitgefächerten Gedankenaustausch zu ermöglichen.
Wer seine Fragen an mich persönlich richten will, nutzt bitte dazu das Kontaktformular.

veröffentlicht von A. Gohlke
Dienstag, 28. Juni 2005, früher Abend - Unterricht - aktuell, Klausuren

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veröffentlicht von A. Gohlke
Dienstag, 28. Juni 2005, früher Abend - Unterricht - aktuell, Exkursionen

Bericht über die Exkursion vom 21.06.2005

Da ich die ehrenvolle Aufgabe habe etwas zu unserer Exkursion vom 21.06.2005 (Workshop: “Wie will ich wohnen?”) zu schreiben, werde ich das jetzt wohl tun.

Also, nach anfänglichen Orientierungsproblemen und einem verlängerten Gehweg kamen wir schließlich im Quax-Zentrum (schön lustig schwarz-gelb kariert …und das in Bayern ;-) ) an. Dort durften wir an einem Workshop zum Thema „Wie will ich wohnen“ teilnehmen.
In diesem Workshop ordnete sich jeder einem bestimmten Wohnumfeldtyp zu, wie zum Beispiel dem des Stadtkerns, Stadtrands, Dorfzentrums oder des Weilers. So in Gruppen aufgeteilt sollten wir dann jeweils Pro und Contra unseres Wohnumfeld ermitteln. Kriterien waren dabei u. a. Atmosphäre (ob es uns dort gefällt oder nicht), Qualität und Verfügbarkeit von Verkehrsanbindungen, Vorhandensein von Freizeiteinrichtungen etc.
Danach wurde mithilfe unserer vorher angefertigten Raum-Zeit-Matrizes die Nutzung von Fußweg, Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln und dem privaten Pkw statistisch erfasst und analysiert (eine Tabelle dazu wird Herr Gohlke bereitstellen).
Schließlich wurde die Anzahl der pro Person mit dem Pkw gefahrenen Kilometer mit einem bestimmten Verfahren in Fläche umgerechnet und die für jede Person verfügbare Wohnfläche addiert. Das ergab dann den Verkehrs- und Siedlungsflächenverbrauch pro Person (den man in der Tabelle erkennen kann).
Bei der abschließenden Frage, wer denn gerne von seinem derzeitigen Wohnort woanders hinziehen wollte, kam heraus, dass die Mehrheit doch lieber dort bliebe, wo sie bereits wohnten.

Quelle: Quax-Zentrum

veröffentlicht von woivää
Montag, 27. Juni 2005, gegen Abend - Geo-News, Fundstücke

Mondgestein

…für Steffi :-)
(Bezüglich deiner Nachfrage bin ich noch nicht weitergekommen, aber ich habe folgenden Beitrag im zeitwissen:log entdeckt.)

Für eine Hand voll Mondgestein

Von Klaus Kamolz

382 Kilogramm Gestein brachten sechs Apollo-Missionen offiziell von ihren Mondausflügen mit zur Erde. Um sie entbrannten alsbald heftige Begehrlichkeiten: Sie wurden von Geologen untersucht, als Staatsgeschenke verwendet, und von Nasa-Praktikanten – vorübergehend – entwendet.

Aber auch inoffiziell erreichten einige Gramm Mondstaub unseren Planeten, in den Ritzen von Kameras und den Falten von Astronautenanzügen. Sie sind heute wertvoller als Goldstaub.

Nun will die Nasa in ihrem „Project Dust“ alles über den Mondstaub in Erfahrung bringen: Denn Staub, sagt der Apollo-Veteran Jack Schmitt, ist „das größte Umweltproblem auf dem Mond“.

Weitere interessante Informationen findet man auf den Seiten des NATIONAL AIR AND SPACE MUSEUM in Smithsonian.

veröffentlicht von A. Gohlke
Samstag, 25. Juni 2005, nachts - Unterricht - aktuell, Abitur

Ansturm der Ahnungslosen

Der so betitelte Artikel in der ZEIT (vom 09. Juni 2005) trifft möglicherweise auch auf die/den eine(n) oder andere(n) von euch zu, wenn es dort heißt, “die meisten Abiturienten wissen nicht, was an der Universität auf sie zukommt.” Denn:

Ausflüge in Berufsinformationszentren oder der sporadische Besuch eines Berufsberaters an der Schule kann die Informationsdefizite nicht ausgleichen. Die Folgen müssen die Schüler später tragen. Jeder dritte Unistudent wechselt das Fach, jeder vierte bricht ganz ab. In den Kultur- und Sozialwissenschaften ist der Schwund am größten. Die vergeudete Zeit summiert sich oft auf Jahre, viele Abbrecher revidieren erst in höheren Semestern ihre Entscheidung.
Noch immer tun viele Gymnasien und Hochschulen so, als lebten sie in den sechziger Jahren, als eine Minderheit gut ausgebildeter Abiturienten sich an der überschaubaren Zahl deutscher Universitäten für eines der bekannten Fächer einschrieb. Doch machten 1972 13 Prozent der Schüler Abitur, sind es heute dreimal so viele. Damals konnten die Studenten zwischen 93 Studiengängen an 65 Hochschulen wählen. 2005 bieten die Universitäten laut Hochschulkompass knapp 10000 Studiermöglichkeiten an.

Gegen Ende des Artikel zieht der Verfasser ein ziemlich düsteres Fazit:

Ohne eine stärkere Verantwortung der Schulen für die Zukunft ihrer Schüler profitieren von den Angeboten der Hochschulen nur die speziell interessierten, die besonders begabten oder mobilen Nachwuchsakademiker, die sich über das Internet und Ranking-Listen Fach und Hochschule gezielt aussuchen […]. Die übrigen bleiben zu Hause, machen sich am Unischnuppertag ruhige Stunden auf dem Campus – und beginnen ihr Studium so ahnungslos wie Generationen vor ihnen.

So weit wollen wir es nicht kommen lassen.
Auf besagte Hochschul-Rankings und diverse online verfügbare Orientierungshilfen hab ich in einem früheren Beitrag schon verwiesen; und wir werden an die Universität München gehen, Vorlesungen besuchen, uns einen ersten Einblick ins Hochschulleben verschaffen.

Quelle: Spiewak, M. (2005): Ansturm der Ahnungslosen. In: Die ZEIT, Nr. 24, S. 79-80.

veröffentlicht von A. Gohlke
Freitag, 24. Juni 2005, nachmittags - Unterricht - aktuell

HDI

Zur Erklärung des in Davids Referat “Die baltischen Staaten - fit für die EU?” aufgetretenen Kürzels HDI (vgl. Anlage 2 des Thesenblattes; 2. Spalte) findet man im ZEIT-Lexikon folgenden Eintrag:

Human Development Index, Abk. HDI (Index der menschlichen Entwicklung), ein aus versch. Komponenten zusammengesetzter relativer Indikator für den wirtsch.-sozialen Fortschritt eines Landes. Die Komponenten sind Lebensdauer; Bildungsniveau, definiert durch Analphabetismus und Dauer des Schulbesuchs; Lebensstandard, der durch das reale, den lokalen Lebenshaltungskosten angepasste […] Bruttoinlandsprodukt pro Kopf der Bev. gemessen wird.
Der HDI wurde vom Weltentwicklungsprogramm (UNDP) der UN entwickelt und wird seit 1990 jährlich im “Bericht über menschl. Entwicklung” veröffentlicht […].

Quelle: Die Zeit (2005): Das Lexikon in 20 Bänden. Band 06, Eintrag “Human Development Index”. Hamburg: Zeitverlag. S. 537.

veröffentlicht von A. Gohlke
Freitag, 24. Juni 2005, später Vormittag - Unterricht - aktuell

Bewachte Wohnkomplexe bedrohen die “europäische Stadt”

Im Rahmen von Bettinas Referat über die "Gated Communities" habe ich mich etwas näher mit diesem Thema beschäftigt und bin auf einige interessante Sachen gestoßen …wer hätte das gedacht?!

Wir haben gehört, dass diese geschlossenen Wohnkomplexe in Russland und auch in den USA vorkommen, aber auch bei uns ist diese Bauform nicht unbekannt.
Doch woher kommt denn die Idee, eine abgeschottete Siedlung zu bauen? Aus Amerika, wie man vielleicht wegen des Namens "Gated Communities" vermuten könnte?
Nein, die amerikanischen Wohnsiedlungen sind eher eine "europäische Erfindunge" und haben ihren Ursprung in London. Bereits Anfang 1800 wurden dort exklusive Wohngebiete gebaut, die mit Zäunen und Toren der Außenwelt unzugänglich waren und in erster Linie als Sicherheit vor Kriminalität und als Segregation dienen sollten. In den ständig wachsenden Metropolen entwickelten private Investoren im Laufe des 19. Jahrunderts in ganz Europa Villenkomplexe. Hervorgerufen durch diesen Trend befürchten Spezialisten nun, dass "Gated Communities" in Europa immer stärker zunehmen und sich so wie in den vereinigten Staaten ausbreiten:

Die Frankfurter Rundschau stellt bereits 2001 fest: "Auch Berlin hat seine ‚gated communities’" […].
Und Liberation befürchtet 2002, dass mit der Verbreitung bewachter Wohnkomplexe in Frankreich das "Projekt der europäischen Stadt" aufgegeben werde […].


Quelle: Glasze, Georg: Bewachte Wohnkomplexe und die "europäische Stadt" - eine Einführung

veröffentlicht von Maxie