Archiv für Mai 2005

Montag, 30. Mai 2005, Schlafenszeit - Geo-News

Jugend forscht - Preisverleihung

Gestern wurden die besten Nachwuchswissenschaftler beim Finale von "Jugend forscht" geehrt. Bei Spiegel-Online war dazu zu lesen:

Der 17-jährige Markus Giftthaler aus Vilsbiburg in Bayern entwickelte einen Spektrographen, mit dem er in der Schulsternwarte die Geschwindigkeit von Sternen messen konnte, die Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Damit siegte er in der Disziplin Geo- und Raumwissenschaften.

Die nachstehende Zusammenfassung des Forschungschwerpunktes des Gymnasiaten ist der Teilnehmerliste Bayern zum Wettbewerb "Jugend forscht" entnommen:

Astrospektroskopie
Mit dem Teleskop in den klaren Nachthimmel zu schauen, fasziniert nicht nur Astronomen: Im Okular erscheinen fremde Planeten, ferne Gestirne und zuweilen sogar Kometen mitsamt Schweif. Den Profis aber reicht das oft nicht. Sie zerlegen das eingefangene Licht mit einem Spektrographen, einer Art Prisma, in seine farblichen Bestandteile. Dieses Farbspektrum nämlich ist sozusagen der Fingerabdruck eines Sterns - es verrät den Fachleuten, ob es sich um einen großen oder kleinen, einen alten oder jungen Himmelskörper handelt. Markus Giftthaler hat seinen eigenen Spektrographen gebaut. Er verwendete dazu kein Prisma, sondern ein so genanntes Reflexionsgitter - ein Scheibchen, in das ein Laser Tausende von Linien eingraviert hat. Dieses Gitter kombinierte der Jungforscher mit einer Digitalkamera und dem Schulteleskop. Das Ergebnis: Mit seinem Spektrographen konnte Markus Giftthaler beobachten, wie sich zwei Doppelsterne im Sternbild Stier umeinander bewegen.

Wer mehr über den Wettbewerb "Jugend forscht" wissen möchte, klickt hier.

Quellen: Teilnehmerliste Jugend forscht – Bayern und Spiegel-Online

veröffentlicht von A. Gohlke
Sonntag, 29. Mai 2005, Mittagszeit - Unterricht - aktuell

Investieren und produzieren im Agrarsektor der Ukraine?!

von Dr. Jürgen Kranz

Der Vizepremier für Agrarpolitik der Republik Ukraine, Kosatschenko, und der Stellvertreter des ukrainischen Landwirtschaftsminister, Lusan, informierten am 11. Januar 2002 im Rahmen des wissenschaftlichen Begleitprogramms zum 9. Ost-West-Agrarforum auf der "Grünen Woche" in Berlin darüber, dass sich die Wirtschaft in den letzten Jahren positiv entwickelte, nicht zuletzt auf der Grundlage verbesserter Rahmenbedingungen für ausländische Investoren. So stieg u.a. im Jahr 2001 das BIP um 8,9%, die Wachstumsrate der Agrarproduktion lag bei über 10% und die Inflationsrate konnte auf 6,1% gesenkt werden.
Obwohl Investoren einen Großteil langfristigen Kapitals noch vorfinanzieren müssen, sichern gezielte staatliche Subventionen für kurzfristige Kredite ein Zinsniveau von 17,5%. Als nächste Schritte werden die Verbesserungen eines Hypothekengesetzes und der schrittweise Abbau von Einfuhrzöllen für Produktionsausstattungen asuländischer Investoren erwarten. Seitens der deutschen Beratergruppe bei der Regierung der Ukraine konnte Prof. v. Cramon-Taubadel diese Tendenzen zur Entwicklung der Landwirtschaft in der Ukraine 2000/2001 durch zahlreiche Fakten bestätigen.
In einer anschließenden Podiumsdiskussion mit Praktikern, moderiet vom Redakteur der russischsprachigen Zeitschrift "Neue Landwirtschaft" Tannenberger, berichteten fünf deutsche Unternehmen, die in der Ukraine Produktions- und Handelsfirmen im Agrarsektor betreiben, über Motive, wechselvolle Erfahrungen und Ergebnisse ihres landwirschaftlichen Engagements. Für alle Teilnehmer dieser anregenden Diskussionsveranstaltung wurde deutlich, dass in der ukrainischen Landwirtschaft nach Jahren der Stagnation vieles in Bewegung gekommen ist und es sich Überwindung abnehmender administrativer und organisatorischer Hürden in der Ukraine durchaus mit Erfolg investieren und produzieren lässt.

Quellen: www.innovations-report.de bzw. wikipedia.de

veröffentlicht von Fabi
Samstag, 28. Mai 2005, Mittagszeit - Unterricht - aktuell, Abitur

Vor dem Abi ist nach dem Abi!?

Auch wenn es noch ein wenig dauert, bis ihr die Abiturprüfungen (hoffentlich erfolgreich!) bestanden und die allgemeine Hochschulreife erlang habt, kann es nicht schaden, sich schon heute mit der Zeit nach der gymnasialen Schullaufbahn zu befassen. Die Frage "Was soll ich studieren?" steht dabei sicherlich für viele von euch im Mittelpunkt.

Die Online-Ausgabe der ZEIT bietet dazu nun Hilfestellungen in Form eines Studienführeres an. Unter den Rubriken "Abi, was nun?" oder "Studienwahl" will die Redaktion Entscheidungshilfen für künftige Karrierewege geben.
Ganz neu und immer wieder spannend ist auch das Hochschulranking, das der nicht minder wichtigen Frage "Wo soll ich studieren?" nachgeht. Um also zu erfahren, wo die beste Hochschule für die eigenen Studienziele zu finden ist, sollte man diese Aufstellung interessiert durchsehen. Hochschulrankings werden übrigens auch von anderen großen Wochenzeitungen (z. B. Spiegel, Stern, Focus) in regelmäßigen Abständen veröffentlicht.

veröffentlicht von A. Gohlke
Freitag, 27. Mai 2005, nach dem Frühstück - Geo-News, Fundstücke

Die Karten des Daniel Dorling

Daniel Dorling, Geographie-Professor an der University of Leeds, ist der Meinung, dass "normale Karten die [wahren] Muster der menschlichen Lebenswelt verschleiern." Er und einige andere Geographen wollen diese Muster sichtbar machen und weichen deshalb vom festen (Karten-)Maßstab ab.
Sie verzerren Karten so, dass besispielsweise jeder Staat eine Größe proportional zur Zahl seiner Kinder bekommt (vgl. Abb.). Da werden China und Indien zu wahren Supermächten und riesige Länder wie Russland und Kanada schrumpfen auf ein Minimum:

kartentricks.jpg

Wer die meisten Kinder hat

Quellen: Daniel Dorling (1997): Mapping. Ways of Representing the World bzw. SZ-Wissen, Ausgabe Mai 2005, S. 36-39.

veröffentlicht von A. Gohlke
Mittwoch, 25. Mai 2005, gegen Abend - Unterricht - aktuell

Präsidentschaftswahlen in der Ukraine

In seinem Referat zur ukrainischen Landwirtschaft hat Bruno im Rahmen der geschichtlichen Entwicklung der Ukraine zum demokratischen Staat die Präsidentschaftswahlen des Jahres 2004 erwähnt, in denen "Wiktor Juschtschenko als Sieger hervorging".

Aufgrund dessen habe ich diesen ukrainischen Politiker und das ganze "Drumherum" dieses hitzigen Wahlkampfes vor knapp einem halben Jahr (27. Dezember 2004) etwas genauer unter die Lupe genommen: Wer ist dieser Wiktor Juschtschenko und welche Rolle spielt er in dieser Wahl und für die (politische) Entwicklung des Landes? Der Präsident des seit 1991 unabhängigen Staates der Ukraine gehört der liberaldemokratischen Partei an. In Verbindung mit seiner Präsidentschaftswahl steht die so genannte "orangene Revolution", in der Juschtschenko Zentralfigur und Identifikationspunkt für viele junge demokratische Ukrainer darstellte. Dennoch verlor der "Gutmensch, der nicht nur das Gute will - was banal wäre - sondern es auch mit guten [friedlichen!] Mitteln erreichen möchte", an Ansehen, wohl auch an Autorität, schienen seine Ideale in Zeiten von Terrorismus, Tyrannei, Angst und Diktatur in vergangener Zeit (nicht zuletzt durch die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA) unerreichbar, fast schon naiv. Dabei konnte man diese Entschlossenheit und den demokratischen Kampfgeist dem 50-Jährigen nicht immer zuschreiben. In jungen Jahren duldete er widerstandslos die Diktatur der Sowjetherrschaft, trat sogar als Mitglied in die kommunistische Partei ein, während er heute, am Westen orientiert, einen mittelfristigen EU-Beitritt der Ukraine fordert.
Entgegen Wiktor Juschtschenkos Interessen gilt sein Wahlgegner Janukowitsch, von Russlands Präsident Putin befürwortet, als ein "Politiker, der den russischen Interessen der Region entsprach."

Die Ukraine sah sich mit dieser Wahl vor die Entscheidung gestellt, sich auf die westliche europäische oder die russische Seite zu begeben, weshalb das Ereignis dieses "Feuer" und leider auch die vielen negativen Begleiterscheinungen mit sich brachte: man sprach von Seperatismus- und Sezessionsdrohungen von russischer Seite, ebenso sind Schlagwörter wie "künstlicher Sieg", "Korruption", "Einfluss aus Brüssel", "Wahlmanipulation" und "Straßendemonstrationen" in diesem Zusammenhang zu nennen. Diese Unruhen, die Teile des Landes beherrschen, lassen sich freilich in Zeiten des demokratischen Umschwungs in der Ukraine nicht leugnen, ebenso wenig wie der Vergiftungsanschlag auf Wiktor Juschtschenko in der Phase des Wahlkampfes. Trotz allem will und wird der ukrainische Präsident nach eigenen Angaben seiner bisher durchgeführten gewaltlosen demokratischen Politik treubleiben und auch der russische Präsident Putin erklärte sich bereits öffentlich zu einer Zusammenarbeit bereit.

Quelle: www.faz.net; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.12.2004, Nr.303, S.3.

veröffentlicht von JuliaB
Montag, 23. Mai 2005, nachmittags - Unterricht - aktuell, Blogging(-hilfe)

Lk-Erdkunde in der Blogmap

Unser Weblog ist in der Blogmap der deutschen Wordpress-Seite kartographisch verortet.
Das ging ganz einfach: Breiten- und Längengrade von Dorfen mithilfe von multimap.com ausfindig machen, danach im Blogmap-Formular eintragen und fertig:

blogmap.jpg

Es wird spannend sein, zu beobachten, wie schnell die Karte mit roten Punkten "gefüllt wird" und wo sich auffällige Konzentrationen ergeben.

veröffentlicht von A. Gohlke
Samstag, 21. Mai 2005, Mittagszeit - Unterricht - aktuell, Exkursionen

Wie will ich wohnen?

  • Will ich lieber in der Stadt oder auf dem Land wohnen?
  • Was soll in der Nähe sein? - Kneipen und Cafes oder lieber Wald und Wiesen?
  • Wie hoch sind die Bodenpreise, wie hoch die Mieten?
  • Wie hoch ist der Flächenverbrauch, wie viel Verkehr verursache ich?
  • Diesen und weiteren Fragen zur Wohnfeldanalyse werden wir am 21. Juni 2005 auf der BUGA im Rahmen eines Workshops nachgehen. Dieser wird vom Bund Naturschutz in Bayern (Kreisgruppe München) und dem Lehrstuhl für Raumentwicklung der TU München in Zusammenarbeit mit dem Grünen Campus auf der BUGA betrieben.
    Der Workshop wird mit einer Hausaufgabe (Ausfüllen eines Fragebogens zur Wohnumgebung bzw. Erstellen einer sogenannten Raum-Zeit-Matrix zum persönlichen Wohnumfeld) vorbereitet und beginnt am Veranstaltungstag um 09:30 Uhr.
    Die Anreise werden wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn, S-Bahn usw.) durchführen. Die Kosten für den Workshop (inkl. BUGA-Eintritt und An- und Abreise mit dem MVV) belaufen sich auf ca. 3,- Euro pro Teilnehmer.

    Ich möchte an dieser Stelle auch auf den offiziellen Werbeflyer der Veranstalter verweisen, den man hier im pdf-Format einsehen kann.

    Weitere Informationen zur BUGA ‘05 bietet u. a. die Süddeutsche Zeitung in einem eigens eingerichteten Internet-Special, wo neben aktuellen Veranstaltungshinweisen und speziellen Highlights der Bundesgartenschau auch hübsche Luftbilder zu bestaunen sind.

    veröffentlicht von A. Gohlke