Urvölker in Sibirien
Ich habe einen interessanten Bericht gefunden über russische Urvölker in der sibirischen Tundra, sozusagen eine Ergänzung zum Referat über die Arktis.
Im Norden Russlands leben noch immer Urvölker, die als Nomaden umherziehen. Ihren Unterhalt verdienen sie mit Jagen, Fischen und der Rentierzucht. Jedoch sind ihre Existenz und ihr Lebensraum bedroht, weil sie keine Nahrung mehr finden. Die Stämme, die in der sibirischen Tundra leben - also unter extremen klimatischen Bedingungen -, müssen ständig weiter nordwärts ziehen, weil der Tierbestand südlicher abnimmt. Ein Grund dafür ist die rücksichtslose Erschließung von Gasfeldern im Norden Russlands durch die russische Regierung. In Sibirien lagern die größten Erdgasvorkommen der Welt, die täglich weiter erschlossen werden. Das Erdgas dient zum größten Teil nicht dem Eigenbedarf, sondern wird exportiert, vor allem nach Europa. Deshalb hat die Regierung geplant, eine 5000 km lange Pipeline zu bauen, die eine Verbindung herstellen soll zwischen Sibirien und Europa. Aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen und des Permafrostbodens, kann man davon ausgehen, dass einige Probleme auftreten, die es auch schon in Alaska beim Bau der Trans-Alaska-Pipeline gegeben hat. Die Situation der Urvölker, die schon schwierig genug ist, wird aufgrund des Ressourcenreichtums im Norden zusätzlich erschwert.
Quelle: www.zdf.de

