Archiv für April 2005

Sonntag, 24. April 2005, nachmittags - Unterricht - aktuell

Urvölker in Sibirien

Ich habe einen interessanten Bericht gefunden über russische Urvölker in der sibirischen Tundra, sozusagen eine Ergänzung zum Referat über die Arktis.

Im Norden Russlands leben noch immer Urvölker, die als Nomaden umherziehen. Ihren Unterhalt verdienen sie mit Jagen, Fischen und der Rentierzucht. Jedoch sind ihre Existenz und ihr Lebensraum bedroht, weil sie keine Nahrung mehr finden. Die Stämme, die in der sibirischen Tundra leben - also unter extremen klimatischen Bedingungen -, müssen ständig weiter nordwärts ziehen, weil der Tierbestand südlicher abnimmt. Ein Grund dafür ist die rücksichtslose Erschließung von Gasfeldern im Norden Russlands durch die russische Regierung. In Sibirien lagern die größten Erdgasvorkommen der Welt, die täglich weiter erschlossen werden. Das Erdgas dient zum größten Teil nicht dem Eigenbedarf, sondern wird exportiert, vor allem nach Europa. Deshalb hat die Regierung geplant, eine 5000 km lange Pipeline zu bauen, die eine Verbindung herstellen soll zwischen Sibirien und Europa. Aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen und des Permafrostbodens, kann man davon ausgehen, dass einige Probleme auftreten, die es auch schon in Alaska beim Bau der Trans-Alaska-Pipeline gegeben hat. Die Situation der Urvölker, die schon schwierig genug ist, wird aufgrund des Ressourcenreichtums im Norden zusätzlich erschwert.

Quelle: www.zdf.de

veröffentlicht von Dominik
Donnerstag, 21. April 2005, nach dem Frühstück - Unterricht - aktuell

Gigant auf Kollisionskurs

Ein Eisberg von der Größe Luxemburgs rammt die Antarktis und verändert die Küstenlinie

Oh nein, wie kann das denn sein? Es kommt wirklich nicht häufig vor, dass ich Zeitung lese, aber diese Überschrift hat mich ziemlich neugierig gemacht und nachdem ich den Artikel gelesen hatte, dachte ich, dass es euch vielleicht auch interessieren könnte…

von Axel Bojanowski, Süddeutsche Zeitung
"Am 15. April rammte der Eisberg B15-A mit einer Fläche von den Ausmaßen Luxemburgs die ins Meer ragende Eiszunge Drygalski und brach ein 5 Kilometer langes Stück ab. Er blockiert schon seit einigen Monaten den Schiffsweg in die Bucht von McMurdo, der mit der im Sommer 1200 Einwohnern inoffiziellen Hauptstadt der Antartis. Wegen der Kollision des größten treibenden Objekts der Welt muss die Siedlung nun per Hubschrauber versorgt werden, wie der Polar- und Meeresforscher Andreas Wohltmann berichtet.
Mit einem Tiefgang von mehr als 200 Metern hat der Eisberg die Ozeanströmungen unterbrochen, weshalb sich in der Bucht dichtes Treibeis gebildet hat.
Wissenschaftler versuchen schon seit Jahren den Weg der Eisberge zu verfolgen, denn aus den Wegen deren Trümmer können Meeresströmungen ermittelt werden. Eisberge können aber auch die Zirkulation der Ozeane verändern: In der Antarktis stürzen gigantische Wassermassen, die sich dort abkühlen, vom Flachwasser in die Tiefe - ein wichtiger Antrieb für die weltumspannenden Strömungen. Legte sich aber Schmelzwasser von Eisbergen wie ein Deckel auf das schwerere Salzwasser, würde dies das Abtauchen des Oberflächenwassers unterbinden - die Pumpe für Meeresströmungen wäre gestoppt."

Auswirkung: Das globale Klima würde sich ändern! Bedeutung: Der LK müsste das mühsam erlernte Klima sozusagen "umlernen", …toll!

Quelle: Süddeutsche Zeitung

veröffentlicht von Maxie
Mittwoch, 20. April 2005, später Nachmittag - Unterricht - aktuell

Im “Auge” des Sturms

20040804sat08s.jpg

Beeindruckende Satellitenbilder diverser Hurrikans:

  • Hurrikan "Alex", 3.8.-6.8.2004 (Nordatlantik) und seine Zugbahn
  • Hurrikan "Charley", 9.8.-15.8.2004 (USA) und seine Zugbahn
  • Hurrikan "Frances", 25.8.-7.9.2004 (USA) und seine Zugbahn
  • Hurrikan "Ivan", 2.9.-17.9.2004 (USA) und seine Zugbahn
  • Auflistung der teuersten Hurrikans in den USA
  • Tornados, 29.5. bis 31.5.2004 (Mittelwesten/USA)

Quelle: Wetter, Wolken, Klima

veröffentlicht von A. Gohlke
Montag, 18. April 2005, nachmittags - Geo-TV

Fernsehtipps (18.-22. April 2005)

Montag, 18.04.2005:

  • Schätze Sibiriens (1/5) (1): Schatzsuche in Tuva: Arte, 18:15 Uhr

Dienstag, 19.04.2005:

  • Schätze Sibiriens (2/5): Goldsuche in Tschukotka: Arte, 18:15 Uhr

Mittwoch, 20.04.2005:

  • Schätze Sibiriens (3/5): Pelztierjagd in Komi: Arte, 18:15 Uhr

Donnerstag, 21.04.2005:

  • Schätze Sibiriens (4/5): Erdgas auf der Jamal Halbinsel: Arte, 18:15Uhr
  • Mythos Ural (2) Gold, Edelsteine und ein toter Zar: N3, 20:15 Uhr
  • Der Jenissei 3. Bis ans Ende der Welt: 3sat, 20:15 Uhr

Freitag, 22.04.2005:

  • Schätze Sibiriens (5/5): Diamantenfieber in Jakutien: Arte, 18:15 Uhr
  • Im Auge des Hurrikans - Wie Todesstürme entstehen: N24, 20:05 Uhr
veröffentlicht von A. Gohlke
Montag, 18. April 2005, nach dem Frühstück - Geo-Rätsel

Wo befindet sich eigentlich…?

Bei diesem Online-Game von wetter.de kann man Europa spielerisch erkunden, indem man Städte mit Hilfe eines Dartpfeiles lokalisiert. Zum Schluss wird eine Note für die Leistung vergeben. Man wird dabei wohl schnell feststellen, dass das nicht so einfach ist wie es sich im ersten Moment anhört.
Auch für Deutschland gibt bereits zwei unterschiedliche Versionen dieses Online-Spiels: Version 1, Version 2.

Viel Spass beim Abschießen der Dartpfeile!

veröffentlicht von A. Gohlke
Sonntag, 17. April 2005, später Abend - Unterricht - aktuell

Melting Pot

Von Norbert von der Ruhren; Klett-Perthes: TERRA-ALEXANDER-Datenbank
Das Bild vom "Melting Pot", dem Schmelztiegel Amerika, in dem aus einer Vielzahl von Nationalitäten und ethnischen Gruppen eine neue Gesellschaft geformt wird, wurde zum ersten mal in diesem Zusammenhang von dem französischen Aristokraten und Einwanderer Hector St. Jean de Crèvecoeur in seinem Buch Letters from an American Farmer (1782) gebraucht. Dort schreibt er:

"What attachment can a poor European have for a country where he had nothing? The knowledge of the language, the love of a few kindred as poor as himself, were the only cords that tied him. His country is now that which gives him land bread, protection and consequence: Ubi panis ibi patria, is the motto of all emigrants. What then is the American, this new man? He is either a European or the descendant of a European, hence that strange mixture of blood, which you will find in no other country. He is an American, who, leaving behind him all his ancient prejudices and manners and receives new ones from the new mode of life he has embraced, the new government he obeys, and the new rank he holds. He becomes an American by being received in the broad lap of our great Alma Mater; here individuals of all nationns are melted into a new race of men." …weiterlesen

veröffentlicht von A. Gohlke
Sonntag, 17. April 2005, später Nachmittag - Unterricht - aktuell

Asiaten in den USA

Im Rahmen des Referats von Julia am Freitag zum Thema "Ethnische Minderheiten in Nordamerika" tauchte u. a. eine Grafik zum durchschnittlichen Haushaltseinkommen verschiedener ethnischer Gruppen in den USA auf. Dabei fiel auf, dass die Kurve der Asiaten weit über dem Durchschnitt liegt, und wir fragten uns natürlich warum…

Zuerst ein paar allgemeine Daten zu den Amerikanern asiatischer Abstammung: Die sog. Asian Americans sind heute mit ca. 3,7 % in den USA vertreten. Sie gehören mit über 11 Mio. zu der am stärksten wachsenden ethnischen Gruppe in Nordamerika. Dort sind sie vor allem in Kalifornien angesiedelt (in San Francisco zum Beispiel machen sie ca. 31% der Einwohner aus).
Doch nun zu den Gründen für ihr hohes durchschnittliches Haushaltseinkommen:
Zum einen ist hier zu sagen, dass die Vorraussetzungen der Asiaten besser sind bzw. waren als zum Beispiel die der Schwarzen, welche ja bekanntlich schon im 17. Jahrhundert als Sklaven in die USA kamen. Das war bei den Asiaten nicht der Fall, da vor 1924 das Gesetz die Asiaten vollkommen von der Einwanderung ausschloss. Erst 1952 wurde ein Gesetz verabschiedet, welches jedem Menschen, egal welcher Abstammung, erlaubt, amerikanischer Staatsbürger zu werden. Da die Asiaten also erst ab diesem Zeitpunkt legal einwandern konnten, hatten die US-Amerikaner auch keine Assoziationen mit ihnen als Sklaven o. ä., was sich natürlich auch auf deren Jobchancen auswirkte.
Zum anderen liegt es natürlich an ihrer Ausbildung. Die Asiaten in Nordamerika verfügen über das höchste formale Ausbildungsniveau aller ethnischer Gruppen in den USA. 26,8% von ihnen haben einen Bachelor-Abschluss und 17,38% ein Diplom oder ein Doktorat. Zum Vergleich: 16,59% der Weißen haben einen Bachelor-Abschluss und 9,47% ein Diplom oder Doktorat. Diese Zahlen erklären natürlich am besten, warum gerade die Asiaten die besten Jobs und somit das höchste Einkommen bekommen.

Quellen: US-Infos.de; usa.usembassy; Frontiers of Geography

veröffentlicht von JuliaH