Archiv für Sonntag, 17. April 2005

Sonntag, 17. April 2005, später Abend - Unterricht - aktuell

Melting Pot

Von Norbert von der Ruhren; Klett-Perthes: TERRA-ALEXANDER-Datenbank
Das Bild vom "Melting Pot", dem Schmelztiegel Amerika, in dem aus einer Vielzahl von Nationalitäten und ethnischen Gruppen eine neue Gesellschaft geformt wird, wurde zum ersten mal in diesem Zusammenhang von dem französischen Aristokraten und Einwanderer Hector St. Jean de Crèvecoeur in seinem Buch Letters from an American Farmer (1782) gebraucht. Dort schreibt er:

"What attachment can a poor European have for a country where he had nothing? The knowledge of the language, the love of a few kindred as poor as himself, were the only cords that tied him. His country is now that which gives him land bread, protection and consequence: Ubi panis ibi patria, is the motto of all emigrants. What then is the American, this new man? He is either a European or the descendant of a European, hence that strange mixture of blood, which you will find in no other country. He is an American, who, leaving behind him all his ancient prejudices and manners and receives new ones from the new mode of life he has embraced, the new government he obeys, and the new rank he holds. He becomes an American by being received in the broad lap of our great Alma Mater; here individuals of all nationns are melted into a new race of men." …weiterlesen

veröffentlicht von A. Gohlke
Sonntag, 17. April 2005, später Nachmittag - Unterricht - aktuell

Asiaten in den USA

Im Rahmen des Referats von Julia am Freitag zum Thema "Ethnische Minderheiten in Nordamerika" tauchte u. a. eine Grafik zum durchschnittlichen Haushaltseinkommen verschiedener ethnischer Gruppen in den USA auf. Dabei fiel auf, dass die Kurve der Asiaten weit über dem Durchschnitt liegt, und wir fragten uns natürlich warum…

Zuerst ein paar allgemeine Daten zu den Amerikanern asiatischer Abstammung: Die sog. Asian Americans sind heute mit ca. 3,7 % in den USA vertreten. Sie gehören mit über 11 Mio. zu der am stärksten wachsenden ethnischen Gruppe in Nordamerika. Dort sind sie vor allem in Kalifornien angesiedelt (in San Francisco zum Beispiel machen sie ca. 31% der Einwohner aus).
Doch nun zu den Gründen für ihr hohes durchschnittliches Haushaltseinkommen:
Zum einen ist hier zu sagen, dass die Vorraussetzungen der Asiaten besser sind bzw. waren als zum Beispiel die der Schwarzen, welche ja bekanntlich schon im 17. Jahrhundert als Sklaven in die USA kamen. Das war bei den Asiaten nicht der Fall, da vor 1924 das Gesetz die Asiaten vollkommen von der Einwanderung ausschloss. Erst 1952 wurde ein Gesetz verabschiedet, welches jedem Menschen, egal welcher Abstammung, erlaubt, amerikanischer Staatsbürger zu werden. Da die Asiaten also erst ab diesem Zeitpunkt legal einwandern konnten, hatten die US-Amerikaner auch keine Assoziationen mit ihnen als Sklaven o. ä., was sich natürlich auch auf deren Jobchancen auswirkte.
Zum anderen liegt es natürlich an ihrer Ausbildung. Die Asiaten in Nordamerika verfügen über das höchste formale Ausbildungsniveau aller ethnischer Gruppen in den USA. 26,8% von ihnen haben einen Bachelor-Abschluss und 17,38% ein Diplom oder ein Doktorat. Zum Vergleich: 16,59% der Weißen haben einen Bachelor-Abschluss und 9,47% ein Diplom oder Doktorat. Diese Zahlen erklären natürlich am besten, warum gerade die Asiaten die besten Jobs und somit das höchste Einkommen bekommen.

Quellen: US-Infos.de; usa.usembassy; Frontiers of Geography

veröffentlicht von JuliaH
Sonntag, 17. April 2005, nachmittags - Unterricht - aktuell

Bevölkerungsentwicklungen in Nordamerika

Der Artikel von Carl Haub (Population Reference Bureau Washington) befasst sich sowohl mit den unterschiedlichen Fertilitätsraten Kanadas und der USA als auch mit den Folgen der Einwanderung auf die ethnische Zusammensetzung der beiden Staaten. Über diesen Link gelangt man auf die entsprechende Internetseite. Hier kann man die Druckversion des Artikels (.pdf-Format, ohne Grafiken) aufrufen.

Beispielgrafik:

Haub North Amer TFR

veröffentlicht von A. Gohlke