Archiv für April 2005

Freitag, 29. April 2005, gegen Abend - Unterricht - aktuell

Die Baikal-Amur-Magistrale (BAM)

Die BAM führt als Eisenbahnverbindung 4280 km lang von Bratsk über Komsomolsk bis nach Sowjetskaja Gawan an der Amurmündung, z. T. 500 km nördlich der Transsib.
An ihr wurde seit 1974 gebaut, ihre Kosten werden auf wenigstens 10 Mrd. Rubel geschätzt. Man geht heute davon aus, dass die Baikal-Amur-Magistrale jährlich ca. 1,15 Mrd. Rubel verschlingt. Sie ist ohne Zweifel das gewaltigste technische Großprojekt der späten Sowjetunion.
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veröffentlicht von A. Gohlke
Donnerstag, 28. April 2005, nach dem Mittagsessen - Unterricht - aktuell

Die Transsibirische Eisenbahn “Transsib”

Nach dem Referat von der Julie über die Besiedlung und Machtentfaltung Russlands habe ich mir überlegt, euch etwas genauere Informationen zum Bau und Nutzung der transsibirischen Eisenbahnlinie "Transsib" zu erzählen:

Sie wurde am Ende des 19. Jahrhunderts aufgrund eines Vorschlags der Amerikaner in mehreren Etappen erbaut und ist heute mit 9298 km die längste Zugstrecke der Welt. Sie durchquert innerhalb von 160 Stunden fast ganz Eurasien (20% Europa, 80% Asien) und fährt mit einer Durchschnittsgeschwindikeit von 58 km/h.
Durch den Bau, der mit Hilfe staatlicher Finanzierungen und Koordinierungen möglich gemacht wurde, erhoffte man sich die Erschließung Sibiriens und somit auch die Integration des Fernen Ostens.
Es wurde in mehreren Etappen gebaut und an verschiedenen Orten gleichzeitig begonnen, diese Bauabschnitte gaben später den Eisenbahn-Verwaltungen ihre Namen, z. B. Westsibirische-Bahn, Baikal-Bahn, Amur-Bahn usw.
Im Jahre 1916 war dann schließlich auch das letzte Streckenstück fertig erbaut und die "Transsib" konnte vollständig in Betrieb genommen werden.
Der Bau dieser Strecke brachte noch viele weitere Vorteile mit sich, so war z. B. eine stärkere Partizipierung am Welthandel möglich, die sibirischen Rohstoffe konnten besser abgebaut und transportiert werden, und zum ersten Mal wurde die Umsiedlung von Menschenmassen schnell und unkompliziert möglich.
Ohne den Bau der "Transsib" wäre die Erschließung Sibiriens nicht so schnell möglich gewesen, dies ist ca. 90.000 Arbeitern zu verdanken, die auch unter schwersten Bedingungen arbeiteten und durch Erschöpfung und Seuchen viele Opfer brachten (darüber hinaus wurden auch Starfgefangene beim Bau eingesetzt).

Quellen: www.transsib.de

veröffentlicht von Maxie
Donnerstag, 28. April 2005, Schlafenszeit - Unterricht - aktuell

GUS - Irrungen und (Ver-)Wirrungen

Die Diskussion war kurz und lebhaft; aber sie blieb dennoch ohne greifbares Ergebnis. Lasst uns daher schleunigst weggehen von diversen Mutmaßungen (des Kursleiters), hin zu den “harten” Fakten (aus “richtigen” Büchern)… ;-)

Die GUS besitzt eine schwache politische Struktur, sie ist weder Staatenbund noch supranationale Organisation.
Eher ist sie mit einer Zwangsgemeinschaft von Erben vergleichbar, die ihre Aufgabe in Verwaltung und der Aufteilung des Erbes der Sowjetunion sehen, wobei sich außer Russland kein Nachfolgestaat mehr dem Erhalten des Ganzen verpflichtet fühlt.
Die GUS trat (also lediglich) an die Stelle des geplanten, aber nicht mehr (!) verwirklichten Unionvertrages, mit dem die Sowjetunion hatte am Leben erhalten werden sollen. (Stadelbauer, 2002, S. 4)

Man kann freilich die fortwährende Existenz einer lockeren Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) nicht so ohne Weiteres vom Tisch wischen. Ich möchte allerdings noch einmal mit Nachdruck darauf hinweisen, dass es sich bei der angesprochenen Gemeinschaft nicht um einen Staatenbund handelt, der einst (i. e. 1991) nur deshalb gegründet wurde, um einen - wie auch immer gearteten - Nachfolgestaat der ehemaligen Sowjetunion zu bilden.

Quelle: Stadlbauer, Jörg (2002): Die GUS zwischen Intergration und Fragmentierung. In: Praxis Geographie, H. 1/02, Braunschweig: Westermann, S. 4-9.

veröffentlicht von A. Gohlke
Mittwoch, 27. April 2005, gegen Abend - Unterricht - aktuell

Klimawandel in der Arktis

In den letzten Jahren sind die Durchschnittstemperaturen in der Arktis wesentlich schneller gestiegen als in anderen Regionen der Erde.
Dies hat zur Folge, dass heute beispielsweise bereits fast 20% des Inlandseises in Grönland geschmolzen sind. Hauptursache hierfür ist der hohe Kohlendioxidausstoß der Industrieländer. Um die fortschreitende Klimaerwärmung in der Arktis zu stoppen, verhandeln die acht Mitglieder des ‘Arktischen Rates’ (USA, Kanada, Island, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Russland), die übrigens zusammen für etwa die Hälfte des globalen Kohlendioxidausstoßes verantwortlich sind, bereits seit Jahren über gemeinsame Maßnahmen.
Das Ergebnis dieser Beratungen ist das Kyoto-Protokoll, das Grenzen für den CO²-Ausstoß der einzelnen Länder vorschreibt. Dieses Protokoll wird jedoch nicht von den USA, dem größten Kohlenstoffdioxidproduzenten, akzeptiert, was natürlich katastrophale Folgen für Flora und Fauna der Arktis mit sich zieht.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Forscher mit ihrer Annahme irren, sie prophezeihen nämlich eisfreie Sommer für die Arktis.

Quelle: RAOnline_EDU

veröffentlicht von Stefanie
Montag, 25. April 2005, früher Abend - Unterricht - aktuell

Illegale Einwanderung in die USA

Ich habe letzte Woche im Fernsehen einen recht interessanten Bericht über dieses Thema gesehen…

Mit dem einsetzenden wirtschaftlichen Boom in den USA in den neunziger Jahren, wuchs natürlich auch der Arbeitsmarkt sehr schnell und man benötigte viele neue Arbeitskräfte. Deshalb hat die amerikanische Regierung in diesem Zeitraum jährlich ungefähr 1,7 Mio. ausländische Einwanderer legalisiert. Ein weiterer Aspekt für die enorme Zuwanderung in die USA sind die amerikanischen Unis. Denn die Universitäten werben viele ausländische Studenten an, die dann durch die hohen Ausbildungskosten ca. 11 Mrd. US-Dollar ins Land bringen. Hinzu kommt noch die „Greencard-Regelung“. Dabei bekommen jährlich 50000 Ausländer durch Los eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung.

Neben den legalen Einwanderern kommen natürlich auch viele illegal in das „gelobte Land“, um aus der Armut ihres Herkunftslandes zu entfliehen und um ihren Traum zu verwirklichen. Man kann nur schätzen wie viele Menschen illegal in den USA leben. Die Einwanderungsbehörde schätzt offiziell, dass sich ungefähr 5 Mio. Menschen illegal in den USA aufhalten. Es werden aber wahrscheinlich einige mehr sein. Viele Einwanderer gehen sehr trickreich vor, um über die Grenze zu kommen. Einige versuchen zum Beispiel mit Sandsäcken eine Art Brücke über bzw. durch den Colorado zu bauen. Es gibt aber auch professionelle Schleußerbanden, die Menschen für 3000$ pro Kopf über die Grenze schleusen. So gelangen täglich ca. 15000 Leute illegal über die Grenze in die USA. Jeder 5. wird dabei von den Grenzbeamten, die über Hightech-Ausrüstung verfügen, wie z. B. ferngesteuerte Überwachungskameras, Infrarot-Scanner oder Aufklärungsdrohnen, erwischt.

Was "krass" ist, dass es derart radikale Patrioten gibt, die aus ganz Amerika extra in den Süden kommen, um freiwillig an der Grenze zu patrouillieren. Dabei tragen diese Leute - typisch amerikanisch - scharfe Waffen bei sich. Und ich glaube nicht, dass diese Leute zögern, um ihre Waffen einzusetzen….

Quelle: www.zdf.de www.tagesschau.de

veröffentlicht von Michael
Montag, 25. April 2005, später Nachmittag - Unterricht - aktuell, Arbeitstechniken

PowerPoint - Tipps und Tricks

Mittlerweile haben einige Kursteilnehmer ihre PowerPoint-Präsentation durchaus erfolgreich hinter sich gebracht und den kleineren und größeren technischen Schwierigkeiten tapfer getrotzt. Deshalb möchte ich an dieser Stelle euer Engagement ausdrücklich loben!

Um künftige Stürze über diverse PowerPoint-Fallstricke etwas zu mindern, will ich euch eine Interseite vorstellen, die zahlreiche Fragen im Zusammenhang mit der Verwendung des Präsentationsprogramms umsichtig und klar beantwortet.
Die Seite stammt aus der Feder von Pia Bork, einer Dozentin für Microsoft Office, und ist über diesen Link zu erreichen.
Daraus zitiere ich im Folgenden einen Beitrag zur Frage "Wie kann man Bilder/Grafiken als Folienhintergrund einbinden?".

Folienhintergrund
Für alle Folien der aktuellen Präsentation können Sie Farben, Farbverläufe, Muster und Grafiken als Hintergrund einstellen. Im Menü "Format/Hintergrund" übernehmen Sie Farben, Verläufe, Muster oder Grafiken. Flexibler sind Sie mit einer Grafik, die über die Masterfolie eingebunden wird.

Über "Format / Hintergrund" erreichen Sie ein Auswahlfeld (es steckt ziemlich unscheinbar unter der Anzeige des Hintergrundfüllbereiches). Die erste Anzeige der kleinen Liste zeigt lediglich die Farben des Layouts. Mit „Weitere Farben“ lassen sich andere Farben bestimmen. Farbverläufe, Muster und Grafiken finden Sie über „Fülleffekte…“.

Anschließend wird mit „Übernehmen“ das Muster für diese eine Folie bzw. mit „Für alle übernehmen“ für alle Folien dieser Präsentation gültig.

In den Fülleffekten verbergen sich auch die Hintergrundbilder. Klicken Sie dazu auf die Registerkarte „Grafik“. Durchsuchen Sie mit der Schaltfläche "Grafik auswählen" Ihre Festplatte nach dem Bild. Nachteil: das Bild kann nicht verändert werden. Photos sind üblicherweise viel zu kräftig in den Farben - Schriften verschwinden darauf. Aber ein Hintergrundbild kann in PowerPoint weder zum Wasserzeichen deklariert werden noch lassen sich die Helligkeit oder die Farben verändern.

Wer darüber hinaus seine PowerPoint-Präsentation aufpeppen will, sollte sich die "Arbeitsschritte zur Erstellung einer interaktiven thematischen Karte mit PowerPoint" von Thomas Lenz, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Geographie heute, ansehen.
Dazu gibt es hier einen Auszug in Form einer Bilddatei. (Hinweis: Datei aufrufen, abspeichern, in ein Textprogramm einfügen und dann ausdrucken.)

Quellen: geographie heute, 229/2005, S. 21; www.ppt-faq.de

veröffentlicht von A. Gohlke
Sonntag, 24. April 2005, gegen Abend - Geo-TV

Fernsehtipps (25.-29. April 2005)

Montag, 25.04.2005:

  • Mythos Ural (2) Gold, Edelsteine und ein toter Zar: NDR, 15:15 Uhr
  • Aufbruch ins russische Eis 2 Tundra: 3sat, 15:45 Uhr

Dienstag, 26.04.2005:

  • Erdöl - Das schwarze Gold: WDR, 15:00 Uhr

Mittwoch, 27.04.2005:

  • Las Vegas - Paradies und Hölle: N24, 16:20 Uhr

Freitag, 29.04.2005:

  • Die Donau 7. Im ukrainischen Delta: 3sat, 16:30 Uhr
veröffentlicht von A. Gohlke