(anthropogen= vom Menschen verursacht)

“The balance of evidence suggests that there is a discernible human influence on global climate” (IPCC, 1996a: 5)
“There is new and stronger evidence that most of the warming observed over the last 50 years is attributable to human activities” (IPCC, 2001a: 10)

„ Die Launen des Wetters kennt jeder. Dem Klima und insbesondere dem Klimawandel kommen wir jedoch erst durch vieljährige Langzeitbetrachtungen auf die Spur. Dabei ist das Industriezeitalter deshalb von besonderer Bedeutung, weil in dieser Zeit neben den natürlichen Ursachen mehr und mehr auch der Klimafaktor Mensch Einfluss genommen hat. Die Folgen zeigen sich nicht nur in den regional unterschiedlichen Trends der Klimaelemente, sondern auch in Änderungen des Extremverhaltens. Klimamodellprojektionen in die Zukunft lassen erahnen, was uns möglicherweise noch bevorsteht.“

2-4.gif

Man kann die einzelnen Klimaeinflusselemente in zwei Gruppen unterteilen, der internen und der externen:
Zu den Internen gehören die Wechselwirkungen des Klimasystems aus Atmosphäre, Hydrosphäre, Krytosphäre, Pedo-/Litosphäre und Biosphäre.
Die Externen werden als Nicht- Wechsel-Wirkungen definiert, dies sind unter anderem der Vulkanismus, die Sonnenaktivität und der Klimafaktor Mensch.
Der Mensch steigert durch die ansteigende Nutzung fossiler Energieträger und den Waldrodungen die CO2-Konzentration der Atmosphäre von vorindustriellen 280 ppm auf 375 ppm. Daraus ergibt sich dann der anthropogene (Zusatz-)„Treibhauseffekt“, also die Erwärmung der Atmosphäre. Jedoch reichert der Mensch auch durch die SO2- Emission Sulfatpartikel in der unteren Atmosphäre an, die zu einem negativen Strahlungsantrieb führen, also einer Abkühlung. Zusammengerechnet haben die Klimaforscher durch ihre Modellrechnungen herausgefunden, dass sich die bodennahe Lufttemperatur um 0,6°C erhöhen wird. Die Klimaforscher haben ebenfalls errechnet, dass die anthropogene Erwärmung ihre Maxima vor allem im Bereich der Landgebiete der Nordhalbkugel in den gemäßigten und insbesondere der subpolaren Klimazone erreichen sollten und das besonders deutlich im Winter.
Allerdings ist der Klimafaktor Mensch sehr schwer einzuschätzen, so dass die IPCC verschiedene Zukunftsklimamodelle zum „anthropogenen Treibhauseffekt“ entwickelt haben. Diese sind:

  • Erwärmung der unteren Atmosphäre (global bis 2100 um 1,4- 5,8°C; Maxima vermutlich im subarktischen Winter, in Mitteleuropa ebenfalls Winter)
  • Abkühlung der Stratosphäre (mit Begünstigung des dortigen Ozonabbaus)
  • Niederschlagsumverteilungen (beispielsweise Mittelmeerregion generell trockener, Mitteleuropa im Sommer trockener und im Winter feuchter, Südskandinavien sowie Poalgebiete generell feuchter)
  • Meeresspiegelanstieg (bis 2100 um ca. 10-90cm, auf Grund der thermischen Ausdehnung des oberen Ozeans und des Rückschmelzens außerpolarer Gebirgsgletscher)
  • Möglicherweise häufigere Extremereignisse wie Hitzewellen und Dürreperioden, aber auch Gewitter-, Hagel- und Starkniederschlagsepisoden (regional unterschiedlich), tropische Wirbelstürme, Tornados u.a.

Als Fazit kann man sagen, dass der Klimawandel trotz komplizierter zeitlich- räumlicher Strukturen, zumindest zeitlich stark vom Menschen verursacht wird. Dadurch ist jeder mitverantwortlich und sollte in geeigneten Klimaschutzmaßnahmen dem Klimawandel wenigstens ein wenig entgegenzuwirken, z.B. nicht nur durch Verringerung des CO2- Ausstosses, sondern auch durch die „Multi-Gas- Strategie“, die die Reduktion der anderen Treibhausgase vorsieht, beispielsweise das Methan aus der Viehhaltung oder die Stickstoffdüngung in der Landwirtschaft.

Quellen: Unterrichtsmaterialien,  http/: www. germanwatch.org/klak/cd/abb/2-4.gif, http/:www.germanwatch.org/klak/cd/2-b-thek.htm

Veröffentlicht von Regina

Kommentare

Hinterlassen einen Kommentar