Sep
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Die Tropen
Abgelegt unter Unterricht - aktuell
Das Gebiet der Tropen, das etwa 2/5 der Landesfläche der Erde einnimmt, lässt sich auf drei unterschiedliche Weisen abgrenzen.
- Der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen ist hier bestimmend. All diejenigen Gebiete, bei denen die Sonne mindesten einmal pro Jahr im Zenit steht, gehören demnach zu den Tropen, während die beiden Wendekreise jeweils als Außengrenze dienen.
- Aufgrund von Abweichungen bei der eben genannten Definition, werden bei anderen oft die 20°C (oder auch 18°)- Isotherme des kältesten Monats als Außengrenze der Tropen betrachtet, welche aber nur für die Warmtropen gelten, d.h. nur für die geringer gelegenen Höhen.
- Gebiete in denen niemals Frosttage vorkommen, können ebenfalls als Abgrenzung der Tropen erachtet werden.

Man kann die Tropen in drei weitere Bereiche unterteilen.
- Dauerfeuchte oder Immerfeuchte Tropen („Innere Tropen“)
- Wechselfeuchte Tropen („Äußere Tropen“)
- Angrenzende trockenere Räume, bei denen die ariden Monate die humiden an der Anzahl übertreffen („Randtropen“)
Die immerfeuchten Tropen, die sich von ungefähr 8° nördlicher Breite auf 8° südliche Breite erstrecken werden ständig von der innertropischen Konvergenzzone ITC beeinflusst. Hier treffen NO- Passat und SO- Passat zusammen (= konvergieren). Die Tropen sind die Zone mit der meisten Sonneneinstrahlung, was zu einer hohen Verdunstungsrate führt. Dies bedingt das Aufsteigen der erwärmten wasserdampfreichen Luft und ruft täglich konvektive Niederschläge, den sogenannten Zenitalregen, kurz nach dem Sonnenhöchststand hervor, die in heftigen meist nur kurzen Güssen zum Erschein treten. Einige Minuten später kann schon wieder die Sonne scheinen, es wird wieder extrem schwül und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch.
Die wechselfeuchten Tropen befinden sich auf der Nordhalbkugel zwischen 8° und 18° nördlicher Breite, auf der Südhalbkugel zwischen 8° und 22° südlicher Breite. Wenn der Sonnenhöchststand Richtung Wendekreise wandert, verschiebt sich die ITC nach Süden bzw. Norden um nur wenige Breitengrade und damit auch die Luft- und Windgürtel und der Zenitalregen verzögert sich um mehrere Wochen. Während die Hauptregenzeiten am Äquator im April und im Oktober recht ausgiebig stattfinden, rücken sie zu den Wendekreisen hin zeitlich immer enger zusammen, bis sie schließlich in den Trockentropen in eine einzige, recht kurze mit sehr wenig Niederschlag übergehen.
Eine Ausnahme nimmt der Monsun ein, hier weichen die Windrichtungen mehr als 120° voneinander ab. Das heißt, wenn sich die ITC nach Norden verschiebt, muss der Südostpassat den Äquator überschreiten und wird aufgrund der Ablenkung durch die Corioliskraft zum Südwestmonsun. Dadurch dass der Südostpassat über den Pazifik und den Indischen Ozean weht, saugt er Wasser auf und bringt Südost- und Ostasien als Südwestmonsun ausgiebig Regen. Verlagert sich die ITC nach Süden, dann wird Südost- und Ostasien vom trockenen Nordostpassat beeinflusst, der aufgrund der Überquerung von Landmassen kein Wasser aufnehmen konnte.
Die Randtropen liegen im Bereich zwischen 18° und 35° nördlicher Breite und 22° und 32° südlicher Breite. Im Gegensatz zu den Tropen, die das ganze Jahr über von den Passten beeinflusst werden, liegen die Subtropen nur im Sommer unter deren Einfluss. Im Winter hingegen wandert die Westwindzone weit in den Süden bzw. Norden vor und bringt Regen mit sich, diese Regionen werden auch als Winterregengebiete bezeichnet. Da in den Randtropen die geringen Niederschläge allerdings im Sommer fallen, kann man die Subtropen von diesen gut abgrenzen
Niederschläge in den Tropen

Aufgrund der unterschiedlichen Niederschlagsmengen gibt es natürlich auch verschiedene Vegetationszonen. Hierbei kommt es auf die Anzahl der humiden und ariden Monate an: Sofern 12 bis 9 ½ Monate humid ausfallen, fällt die Region unter den tropischer Regenwald, bei 9 ½ bis 7 humiden Monaten bezeichnet man sie als Feuchtsavanne, bei 7 bis 4 ½ humiden Monaten als Trockensavanne, bei 4 ½ bis 2 humiden Monaten als Dornsavanne und bei 2 bis 0 humiden Monaten als Wüste. Hierbei ist vor allem der Zenitalregen ausschlaggebend. Diese Heterogenität ist ein typisches Merkmal der Tropen. Neben der Vegetationsvielfalt sind viele verschiedene Bodentypen, Pflanzen, aber auch Bevölkerungsverteilungen vorzufinden.
Temperaturen in den Tropen
Wenn man nun die Temperaturen betrachtet, fällt auf, dass die Tagestemperaturschwankungen höher sind als die Jahrestemperaturschwankungen. In den inneren Tropen beläuft sich die Jahresamplitude auf 1-5° C, mit Durchschnittswerten von 25-28° C, in den äußeren Tropen auf ca. 5-10° C mit Durchschnittstemperaturen von ca. 30° C und in den Randtropen auf 10-12° C mit etwa 22-23° C Durchschnittstemperaturen. Dieses Klima nennt man auch Tageszeitenklima, wobei die Sonne jeden Tag um die gleiche Uhrzeit aufgeht und wieder untergeht (Äquinoktium).
Auffallend dabei ist vor allem, dass trotz der stärksten Sonneneinstrahlung in den inneren Tropen, die Temperaturen in den äußeren Tropen höher sind. Dies lässt sich dadurch begründen, dass in Äquatornähe die beständig wehenden nordöstlichen Passatwinde der Nordhalbkugel und die südöstlichen Passatwinde der Südhalbkugel aufeinander treffen. Die sich durch die Sonnenstrahlen erwärmende Luft steigt auf und es kommt in großen Höhen zur Wolkenbildung mit hohem Luftdruck, während am Boden ein windstilles Tiefdruckgebiet entsteht, welches auch als äquatoriale Tiefdruckrinne oder als Kalmengürtel bezeichnet wird. Die Wolken verhindern, dass die Sonne durchgehend scheinen kann, und bringen zusätzlich Regen mit sich, was schließlich zu einer Abkühlung führt, wenn auch nur zu einer geringen. Demnach sind frühmorgens die Tagesstunden mit der höchsten Wahrscheinlichkeit an Sonnenstunden. Die aufgestiegenen Luftmassen auch Antipassate genannt, die in hoher Höhe Richtung Pole strömen, werden an den Wendekreisen, im Bereich von 20 – 30° nördlicher bzw. südlicher Breite, abgeschwächt, die Wolken lösen sich wieder auf und die Luft sinkt ab, was zu klarem Himmel und zu hoher Trockenheit und Hitze führt. In Bodennähe bildet sich hier nun ein Hochdruckgebiet, dies wird auch als subtropischer Hochdruckgürtel oder Rossbreiten bezeichnet. Da die Luft absinkt, entsteht ebenfalls Windstille.
Quellen:
- Kümmerlich, Ulrich; Ruhren von der, Norbert (2001) : Fundamente Kursthemen - Entwicklungsräume in den Tropen und Suptropen. Klett-Perthes Verlag. Gotha und Stuttagart
- Büttner; Müller; Raab (2000) : Abiturwissen Erdkunde - Entwicklungsländer. Stark Verlag. Freising
- www.wikipedia.de
- Bilder: google
Veröffentlicht von JuliaO
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